Der Jahreswechsel ist ein willkommener Anlass für neue Vorhaben.
Zum Beispiel mit dem Rauchen aufzuhören oder mehr Zeit
auf die eigenen Pläne zu verwenden.
Bisher kam in der Vergangenheit stets etwas dazwischen.
Doch die Hoffnung ist zum Glück unser Begleiter.

Manche Ziele sind dabei gar nicht so neu.
Sie sind eher ein wiederholter Versuch.
Das erneute Booten bewirkt bei einem Computer ja manchmal Wunder.
Doch funktioniert das bei uns ebenso?

Ich denke nicht.
Bislang wurde mein Hauptspeicher, genauer gesagt mein Gehirn,
nach Sylvester nicht gelöscht.
Darüber bin ich auch ganz froh.
Manche Gewohnheit ist zwar hinderlich.
Aber alle Erfahrungen und Informationen zu löschen,
das wäre mir dann doch zu viel.

Und wie ist das nun mit den Zielen und Wünschen zum Jahreswechsel?

Wahrscheinlich ist eine Menge Hoffen und Träumen dabei.
Was soll das neue Jahr oder die gute Fee schon bringen,
wenn wir nichts dazu beisteuern?
Es ist doch weniger die Zeit die uns verändert, als unsere Einstellung zum Leben.

Etwas Anpacken können wir in jedem Augenblick.
Die entscheidende Frage ist eher, ob wir es wirklich wollen.
Nicht nur das Endergebnis sondern auch den Weg dahin.
Die einzelnen Schritte gehören dazu und dürfen ebenso Freude machen.

Um zu neuen Ufern zu gelangen,
darf ich letztendlich meine Gewohnheiten hinterfragen.
Natürlich nicht alle.
Aber ein oder zwei wohl schon.
Es ist so ein bisschen, wie mit dem Erlernen einer neuen Sportart.
Zu Anfang agiere ich unbeholfen.
Dann kommen die ersten Fortschritte.
Und auf einmal gehen mir die Bewegungen leicht von der Hand.

Wie sieht es zum Beispiel mit meiner Zeiteinteilung aus?
Habe ich Termine für meine persönlichen Projekte eingetragen?
Oder gehe ich diese nur an, wenn alles andere erledigt ist?
Wahrscheinlich haben sich meine Ziele dann auch schnell erledigt.

Und dann kommt der entscheidende Faktor Freude dazu.

Würden Sie eine Sportdisziplin beginnen,
wenn Sie keine Lust auf das Training haben?
Wahrscheinlich nicht.
Deswegen macht es aus meiner Sicht wenig Sinn,
ein Ziel zu verfolgen, wenn der Weg dahin einem nur steinig vorkommt.

Da nützen auch die ganzen Tipps und Tricks nicht viel.
Entweder ich habe Lust dazu und bin mit ganzem Herzen dabei,
oder ich lasse es lieber gleich bleiben.

Wir können im Leben viel erreichen und schaffen.
Doch fühlen wir uns auch wohl damit?
Ich möchte am Ende eines Jahres zumindest nicht sagen müssen,
endlich ist die Plackerei vorbei.

Also, was möchten Sie anders haben in Ihrem Leben?
Welche Gewohnheiten verstecken sich dahinter?
Sind Sie mit ganzem Herzen dabei?

Foto: ©iStockphoto