Manchmal erlebe ich Momente, in denen Zeit keine Rolle spielt. Eine Stille, die von innen kommt. Aus ihr erwächst eine Kraft, die der Hektik des Alltags zu widerstehen scheint.

Alles darf so sein, wie es gerade ist. Ich bin am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Es scheint keine Hektik und kein Verlangen zu geben.

Einfach sein. Ein tiefes Glücksgefühl zu spüren. Einfach so. Nichts braucht sich zu ändern, damit ich froh bin.

Was sind das für Momente?

Für mich sind es wunderschöne Augenblicke. Zu spüren, dass das Glück in mir wohnt. Einen Geschmack zu bekommen, was möglich ist.

Dieser Zustand scheint allerdings sehr zerbrechlich zu sein. Alleine das Festhalten wollen, lenkt mich ab und zieht mich wieder in den gewohnten Trott.

Ich möchte. Ich möchte nicht. So soll es sein So soll es nicht sein.

[pullquote2 quotes=“true“ align=“center“ variation=“orange“ cite=“Samarpan“]Das Elend entsteht aus der Idee, dass du anders sein solltest, der Andere anders sein sollte, die Situation anders sein sollte. Ohne diese Idee ist da einfach nur eine Erfahrung.[/pullquote2]

Vorstellungen, Ängste und Wünsche beeinflussen mein Erleben. Ich unterteile meine Erlebnisse in gut und schlecht. Ich vergleiche ständig das, was ich sehe, mit dem, wie ich es gerne hätte.

Doch wie gelingt es mir, entspannter zu sein? Meiner Erfahrung nach sind dafür 3 Dinge wichtig.

Annehmen was ist.
Zuerst geht es um meine Wahrnehmung. Zu spüren, was gerade passiert. Das erfordert Übung. Ablehnung und Begierde lenken mich ab.

Die eigenen Fragen zu lieben.
Ungeduld auszuhalten, fällt mir schwer. Oftmals will ich wissen, wie es weiter geht. Dann suche ich nach einer schnellen Lösung. Doch um schnelle Ergebnisse geht es meines Erachtens nicht. Fragen können der Anfang für neue Wege sein. Die alten Pfade kenne ich doch schon.

Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln.
Ich kann nur jetzt einen Schritt gehen. Dafür brauche ich nicht die ganze Route kennen. Einen Schritt zurzeit schaffe ich mühelos. Nicht mehr und nicht weniger.

Innere Freiheit entsteht im Augenblick. Ohne belastende Schuldgefühle aus der Vergangenheit. Ohne Angst vor der vermeintlichen Zukunft. Ohne am Liebgewonnenen festzuhalten. Ohne das Unbequeme wegzuschieben.

Tun wir einmal nichts, um spüren zu können, wer wir sind. Wahrnehmen, was sich gerade zeigt. Entspannen, um die Fesseln der Aktivität abzustreifen.