Manchmal frage ich mich, wohin die Reise im Leben geht. Was ist meine Motivation im großen Spiel? Die ganze Zeit bin ich auf der Jagd nach verlockenden Dingen. Ich versuche, meine Ziele zu verwirklichen. Aber irgendwie scheint das nicht zu reichen. Danach geht der Trip weiter mit dem nächsten Wunsch vor Augen.

Wenn ich nur dies oder das hätte … Wenn ich doch nur dieses oder jenes machen könnte …

Sobald ich mein Anliegen erreicht habe, lässt das Interesse schnell nach. Was vorher wichtig war, verliert auf einmal an Bedeutung. Die Reise scheint jedes Mal aufs Neue zu beginnen.

Die große Kraft hinter meiner Aktivität ist froh und zufrieden zu sein. Mittlerweile beschleicht mich allerdings das Gefühl, dass ich (m)einer Illusion hinterher laufe.

Glück ist genauso wie Gesundheit/Fitness kein letztendlicher Zustand. Mein Wohlbefinden darf ich mir stets aufs Neue erarbeiten. Mein Idealgewicht bleibt ja auch nicht von alleine bestehen, wenn ich es einmal erreicht habe.

Das hört sich zuerst einmal ernüchternd an. Das ganze Ackern und Streben nach Erfolg scheint nicht der Schlüssel zur Erfüllung zu sein.

Wie kann ich Glück erfahren?

Erfüllung und Freude sind Gefühle, die in mir reifen. Ich kann mich über eine Situation und einen Gegenstand freuen. Ein Gegenstand oder eine Situation bringt dieses Gefühl nicht mit. Das Gefühl entsteht in mir. Wenn zum Beispiel ein Auto gleichzeitig Glück enthält, dann müssten doch alle Menschen zu jeder Zeit sich darüber freuen.

Damit hängt das Glück wohl von der Beschaffenheit meiner Gedanken ab. Im ersten Moment hört sich das vielleicht naiv an. So ein bisschen nach Schönreden oder die Welt durch eine rosarote Brille betrachten.

Natürlich kann ich die äußere Welt nicht nach belieben Gestalten. Mein Wirken beschränkt sich auf meinen Einflussbereich. Doch ist es eine Befreiung, zu erkennen, dass ich den inneren Zuständen nicht hilflos ausgeliefert bin.

Wie ich auf die Ereignisse reagiere, liegt an mir. Und durch meine Reaktion beeinflusse ich das Geschehen. Ich habe in jedem Augenblick die Möglichkeit, mich für etwas Glückbringendes zu entscheiden.

Insofern scheint die Suche nach dem Glück eine Reise zu mir zu sein. Immer bewusster zu erleben, wie Gefühle kommen und gehen. Zu sehen, wie ich einen gewissen Abstand zu meinen inneren Dramen bekomme.

Glück entsteht für mich aus der Fähigkeit, den eigenen Reichtum zu erfahren. Aus dem Suchen wird immer mehr ein Ankommen. Und es wird immer weniger wichtig, den äußeren Dingen hinterher zu laufen.