Kennen Sie diese Momente, in denen es richtig gut läuft?
Es erreicht Sie zum Beispiel eine lang ersehnte Nachricht,
der Urlaub steht vor der Tür oder Geld trifft unerwartet ein.
Vielleicht haben Sie auch einfach „nur“ gute Laune.

Ich finde diese Augenblicke wunderbar.
Deswegen teile ich sie gerne.
Glücklich und froh zu sein, ist doch ein fabelhaftes Gefühl.
Dachte ich zumindest.

Als Reaktion erlebe ich des öfteren ein sprödes: „Du hast es gut …“.
Manchmal mit einem leicht vorwurfsvollen Unterton.
Dann klingen die Worte eher nach: „So gut hätte ich es auch gern.“

Die meisten Menschen streben nach Glück.
Sobald es aber bei anderen eintritt, fällt das Mitfreuen schwer.
Natürlich darf es anderen gut gehen.
Aber bitte nicht besser als einem selbst.

Manchmal kam ich mir sogar ein wenig schuldig vor.
Ich hatte das Gefühl, mich irgendwie rechtfertigen zu müssen.
Oder ich habe meinen „Erfolg“ heruntergespielt.

Doch macht das Sinn?
Ich finde nicht.
Ich möchte mich nicht schlecht fühlen, weil es mir gut geht.
Oder gut fühlen, weil es mir schlecht geht.

Mitfreude ist meines Erachtens eine große Chance,
dass sich mehrere Menschen wohl fühlen.
Missgunst dagegen die fragwürdige Gelegenheit,
sich gemeinsam herunter zu ziehen.

Wenn ich mich klein mache, hilft das der Welt in keiner Weise.
Das Gegenteil ist für mich der Fall.
Ich bin zumindest gerne mit Menschen zusammen,
denen es gut geht und die die schönen Dinge im Leben wahrnehmen.

Mein Gegenüber fühlt sich meistens noch besser,
wenn er oder sie spürt, dass ich es von Herzen gönne.