Meine Erfahrungen bewerte ich oftmals
noch als gut oder schlecht.
Mein Urteil hängt davon ab,
wie ich meine Gefühle im Griff habe.

Führen die Ereignisse mehrmals in die gleiche Richtung,
entwickelt sich schnell eine Strategie.
Dann weiß ich, wie ich mich verhalten muss,
damit es mir gut geht.

Das Streben nach Erfolg ist für mich so eine Vorgehensweise.
Wenn ich Ansehen genieße, beliebt bin oder viel Geld anhäufe,
löst das zunächst Zufriedenheit aus.
Doch langfristig gesehen, scheint das nicht zwangsläufig zu funktionieren.

Kann es sein, dass der ersehnte Triumph nur
eine Verkleidung für das Ego darstellt?
Vielleicht ist es so ähnlich wie mit der Mode.
Wenn ich statt eines schwarzen Anzuges oder Kostüms auf einmal
eine weiße Kluft trage, mag sich das zunächst gut anfühlen.
Nach einer gewissen Zeit wird mir allerdings bewusst,
dass sich eigentlich nicht viel verändert hat.
Vielmehr stellt sich Angst ein, meine Verkleidung könnte auffliegen.

Im Grunde genommen ist es nicht so wichtig,
ob mal gewonnen oder verloren wird.
Entscheidend ist, dass ich mich annehme.
Dass mein Selbstwert nicht von Sieg oder Niederlage abhängt.

Wenn ich das Gefühl bekomme,
nicht mehr so oder so sein zu müssen,
kann Freiheit entstehen.

Ich muss nicht ständig irgendetwas hinterher laufen,
um glücklich zu sein.
Mir beginnt zu dämmern,
dass das Glück nicht außerhalb von mir zu finden ist.

Anstatt ständig zu bewerten, fange ich an,
Erfahrungen zu machen.
Ich lerne aus dem, was mir widerfährt.

Meine „Erfolge“ bereiten mir Freude,
weil ich am Tun Gefallen finde.
„Niederlagen“ zerstören nicht mehr mein Selbstwertgefühl,
da ich nicht mehr die Zielscheibe bin.

Plötzlich gibt es einen Ort jenseits von Gut und Schlecht.
Dieser Ort liegt in mir.

Wie begebe ich mich auf die Suche nach meinem Glück?

Achtsamkeit hilft mir zu erkennen, was wirklich von Bedeutung ist.
Ich kann leichter Entscheidungen treffen und lerne, meine Energie zu fokussieren.

Das Vertrauen in meine Fähigkeiten lässt Geduld entstehen.
Ich suche nicht mehr die schnellen, einfachen Scheinlösungen.

In der Stille fange ich an, mir selbst zu begegnen.
Hier beginne ich zu ahnen, was Erfüllung bedeutet.