Je klarer ich Kommunikation verstehe,
desto besser kann ich sie bewusst steuern.
Es liegt an mir, wie viel Verantwortung ich übernehme.
Bin ich bereit, meine Fähigkeiten zu erkennen
oder möchte ich mich über „unvollkommene“ Mitmenschen ärgern?

Gewinnbringende Kommunikation basiert für mich
auf der Einstellung „Ich bin ok, du bist ok“.
Sobald ich mit mir im Reinen bin und meinem Gegenüber mit Respekt begegne,
sind die Voraussetzungen für einen gewinnbringenden Meinungsaustausch gegeben.

Kenne ich die „Spielregeln“ nicht, kann der Weg beschwerlich werden.
Sind sich beide der Wirkung ihrer Worte nicht bewusst,
wird es noch komplizierter.

Wahrscheinlich kennen Sie das bedrückende Gefühl,
wenn ein Wortwechsel unrund verläuft.
Da wird aufeinander eingeredet, verallgemeinert und sich verteidigt.
Der Gesprächspartner wird auf einmal zum Gesprächsgegner.
Die Emotionen kochen und der Energieverbrauch schnellt in die Höhe.

Spätestens jetzt wird deutlich, dass irgendetwas nicht richtig läuft.
Menschen benehmen sich in der Regel schlecht,
weil es ihnen nicht gut geht oder sie sich unverstanden fühlen.

Austausch lebt vom Geben und Nehmen.
Bin ich bereit zu hören, was der andere möchte?
Die eigene Sichtweise kenne ich bereits.
Der Dialog ist ein guter Zeitpunkt, den Horizont zu erweitern.
Vielleicht gibt es Informationen, die ich nicht kenne.
Es wäre doch schade, diese „Schätze“ auszuschlagen.

Natürlich finde ich es auch wichtig, die eigene Sicht aufzuzeigen.
Nur Zuhören und Fragen zu stellen, stellt die eigenen Bedürfnisse hinten an.
Mein Gegenüber braucht diese Hinweise.
Gemeinsam ist es oft leichter, neue Lösungen zu finden.

Ich habe die Wahl, wie gut ich kommunizieren möchte.
Dabei geht es für mich nicht darum, den Psychiater oder Seelentröster zu spielen.
Erkenne ich zunehmend die eigenen Fähigkeiten, trage ich meinen Reichtum in die Welt.
Den Nutzen haben meine Mitmenschen und ich.

Je mehr ich bereit bin zu geben, desto mehr werde ich ernten.
Mit meiner Aufmerksamkeit in der Kommunikation helfe ich anderen.
In diesem Sinne schließe ich mit einem Zitat von Joubert.
Nicht Sieg sollte der Sinn der Diskussion sein, sondern Gewinn.“