Fühlen Sie sich überwiegend entspannt?
Oder haben Sie das Gefühl, die Dinge wachsen
Ihnen häufiger über den Kopf?

Mit Hilfe des Zeigarnik Effektes können wir
zu mehr Ruhe und zu mehr Energie gelangen.
Bljuma Wulfowna Zeigarnik fand heraus, dass unerledigte Handlungen
in unserem Gehirn Spannungen hinterlassen.
Eine von Natur aus nützliche Einrichtung wie ich finde.
Sozusagen ein eingebauter Scheduler.

Sie kennen sicherlich die Momente, wo Ihnen einfällt,
da ist noch etwas Wichtiges zu erledigen.
Das darf ich auf keinen Fall vergessen!
Genau das ist der Zeigarnik Effekt.

Wenn Sie auf Ihrer inneren ToDo Liste 1 bis 2 Sachen haben,
leistet unser innerer Scheduler wunderbare Hilfe.
In gewissen Abständen leuchtet sozusagen eine Warnlampe auf.
Aufpassen! Da ist noch etwas Dringendes!

Was aber passiert, wenn wir uns mit 10 – 20 Aufgaben befassen?
Dann wird eine Menge Spannung in uns erzeugt,
damit der Mechanismus läuft.
Sie verbrauchen sogar dann Energie,
wenn Sie eigentlich gar nichts machen.
Anspannung würde ich das nennen. Oder Hochspannung.
Kommt Ihnen das bekannt vor?

Doch wie gelangen wir zu mehr Entspannung und zu mehr Energie?
Mit zwei einfachen Schritten drosseln wir die Spannung.

1. Sobald eine neue Aufgabe auftaucht, notieren wir diese.
Das kann auf Papier oder z.B. mit Hilfe eines Smartphones geschehen.
Damit signalisieren wir unserem Gehirn: Wir kümmern uns um die Aufgabe!
Wichtig dabei ist nur, dass Sie Vertrauen in Ihre ToDo Liste haben.
Und sie sollte möglichst griffbereit sein.

2. Zu einem festgelegten Zeitpunkt gehen wir diese Liste durch.
Z.B. schauen wir uns jeden Abend die einzelnen Einträge an.
Und nun kommt ein ganz entscheidender Punkt.
Wir gehen die Aufgaben durch und entscheiden, was wir
davon machen möchten. Dazu brauchen wir ein wenig Zeit.
Wir überlegen, wie wichtig jeder einzelne Punkt ist.

Mit Hilfe dieser beiden einfachen Schritte gelangen Sie
zu mehr Entspannung und vor allem mehr Klarheit.
Vieles was im Alltag wichtig erscheint, ist es oftmals gar nicht.
Mit ein wenig Abstand betrachtet, erscheinen die Dinge in einem anderen Licht.

Und was mache ich mit Themen, wo ich mir nicht sicher bin?

Mein Vorschlag: Sie warten einfach 2-3 Tage ab.
Wenn die Aufgaben keinen zeitlichen Druck erzeugen,
lassen Sie einfach noch ein wenig Zeit vergehen.
Entweder Sie haben dann neue Informationen oder
Sie spüren, so wichtig ist das Ganze doch nicht.

Was halten Sie davon?

Für mich bedeuten diese beiden einfachen Schritte
mehr Lebensqualität und mehr Durchblick.