Ich möchte Sie heute zu einem kleinen Experiment einladen.
Vielleicht haben Sie Lust, etwas Neues auszuprobieren.

Regen Sie sich manchmal über andere Menschen auf?
Wie verhalten Sie sich in solchen Momenten?

Wenn mein Stimmungsbarometer auf Sturm steht,
ist Gelassenheit zumindest für mich ein Fremdwort.
Leider habe ich lange Zeit reflexartig mit einem genervten Blick,
abwehrender Körperhaltung und Ungeduld reagiert.
Allesamt Merkmale, die nicht unbedingt eine gute Verständigung fördern.
In den meisten Fällen bekam ich für meine schlechte Laune auch die Quittung.

Dieser Kreislauf mündet in eine Abwärtsspirale.
Wenn Zuhören nicht mehr möglich ist,
werden die Beteiligten zu Verlierern.

Welchen Spielraum habe ich?
Wenn die gleichen Verhaltensweisen wiederholt unerwünschte Ergebnisse hervorrufen,
ist Zeit zum Innehalten angesagt.
Warum nicht einmal einen anderen Weg beschreiten?

Der Aufwand schlecht gelaunt zu sein,
ist genauso aufwendig, wie gut gelaunt zu sein.
Dazu brauchen wir nicht den ganzen Tag lächelnd durch die Welt zu laufen.
Ich kann nach wie vor meine Meinung vertreten
und muss meine Persönlichkeit nicht Zuhause lassen.

Was wird passieren, wenn ich bewusst anders reagiere?
Wenn ich aufhöre, zu verurteilen?

Die grundlegende Annahme ist, dass jeder von uns die Möglichkeit hat,
ein wenig Licht und Liebe in das Leben seiner Mitmenschen zu bringen.
Es geht in stressigen Situationen vor allem um drei Dinge.
– Mein Gegenüber bewusst anzuschauen und zu lächeln.
– Zu denken, du bist mir jetzt wichtig.
– Eine positive Eigenschaft zu sehen und diese zu loben.

Das Ergebnis dieser kleinen Übung war für mich überwältigend.
Es war für mich so, als schien nach einem heftigen Gewitter auf einmal die Sonne.
Festgefahrene Situationen bekamen eine Wendung.

Zu Beginn erfordert das Umdenken ein wenig Überwindung.
Doch mit ein wenig Geduld und Übung ist das keine große Sache.
Einmal innehalten, dann die drei „neuen“ Gedanken.
Das wars.

Natürlich finde ich es völlig in Ordnung, auch einmal mies gelaunt zu sein.
Diesen Erfahrungsschatz sollten wir uns nicht entgehen lassen.
Doch ich möchte dieser Laune nicht hilflos ausgeliefert sein.
Einen Schlüssel zu haben, um auszusteigen, empfinde ich als befreiend.

Ich bin gespannt auf Ihre Erfahrungen.