Manchmal gibt es Fragestellungen, die können einen zur Verzweiflung bringen. Wie soll ich das nur hinkriegen? Der Blick wird eng und die Gedanken kreisen um das Problem. Höchste Zeit die eigenen Möglichkeiten auf den Prüfstand zu stellen. Was könnte ich anders machen? Welche Alternativen stehen mir zur Verfügung?

Fantasie ermöglicht, neue Wege zu entdecken. Indem ich spielerisch mit einer Situation umgehe, ergeben sich unerwartete Zusammenhänge. Kreativität beginnt, wenn der Verstand aufhört, das Denken zu behindern.

Oftmals ist mehr möglich, als ich mir ausmale. Schöpferisch sein, beinhaltet, die Dinge einmal ungewohnt anzugehen. Indem ich die Dinge anders betrachte, erweitere ich mein Bewusstsein. Es gab eine Zeit, da konnten wir malen, singen, fantasieren. Als Kinder zeichneten wir drauflos. Wenn es uns nicht gefiel, wurde das Blatt weggeworfen und ein neues hervorgeholt. Wir hatten nicht im Sinn, das eine perfekte Bild zu kreieren.

[pullquote2 quotes=“true“ align=“center“ variation=“orange“ cite=“Joseph Chilton“]Um ein Leben voller Kreativität zu leben, müssen wir unsere Angst vor dem Versagen ablegen.[/pullquote2]

Spielerisch an ein Thema heranzugehen, produziert nicht gleich Ergebnisse. Vielmehr bildet es ist die Grundlage für Offenheit. Dadurch können gewohnte Denkbahnen verlassen werden. Fantasie ermöglicht einen Ausblick auf neue Chancen.

Das Wesen des kreativen Prozesses ist, das Vertraute als fremd zu betrachten. Es geht also vor allem darum, unser „Wissen“ in Frage zu stellen.

Analyse

Am Anfang ist Kopfarbeit angesagt. Hier sorgt die schriftliche Formulierung der Aufgabenstellung für Klarheit. Unsere Antwort kann nur so gut wie die entsprechende Frage sein. Und manchmal löst sich das vermeintliche Problem schon in dieser Phase auf. Wie lauten die Teilschritte? Wo liegt momentan das Hindernis? Was ist unbekannt? Von welchen Annahmen gehen wir aus? Welche Bereiche können verändert werden? Welche Schritte sind zwingend notwendig? Erklären Sie anderen Ihre Zwickmühle.

Assoziationen

Jetzt dürfen Sie den Gedanken Flügel verleihen. Mit Hilfe von Analogien können wir Brücken zu anderen Bereichen schlagen. Lassen Sie Ihren Überlegungen freien Lauf. Wie würde die Natur das Problem lösen? Gibt es andere Bereiche, in denen die Fragestellung auch auftritt?Welche Farben verbinden Sie mit der Aufgabe? Welche Töne kommen Ihnen in den Sinn? Inwiefern ist das Problem an Ort oder Zeit gebunden?

Impulse

Eine gute Idee ergibt sich, wenn wir aus vielen Ideen wählen können. Schreiben Sie 3-5 Minuten lang alle Begriffe auf, die Ihnen zu Ihrem Thema einfallen. In dieser Phase ist es ganz wichtig, auf Bewertungen zu verzichten. Notieren Sie einfach, was Ihnen in den Sinn kommt.

[pullquote2 quotes=“true“ align=“center“ variation=“orange“]Wenn wir Formen mit unserem Körper sehen, wenn wir Klänge mit unserem Körper erfahren, beginnt sich unsere Wahrnehmung zu erweitern und wir ahnen, welche Möglichkeiten in uns wohnen.[/pullquote2]

Abstand

Sie haben Ihre „Suchanfrage“ formuliert. Sie haben für Input und neue Verknüpfungen gesorgt. Jetzt kommt der Moment, das Thema eine zeitlang ruhen zu lassen. Ihr Unterbewusstsein arbeitet jetzt und sucht den inneren Erfahrungsschatz nach brauchbaren Informationen ab. Wechseln Sie in dieser Phase am besten die Umgebung. Ein Spaziergang entspannt und lässt uns auf andere Gedanken kommen. Wie nach einem anstrengenden Wettkampf ist jetzt Erholung angesagt.

Neustart

In der Zwischenzeit sind Ihnen bestimmt ein paar Ideen „zugeflogen“. Jetzt gilt es, die Einfälle, Assoziationen und Impulse zu ordnen. Was ist brauchbar? Wie kann ich die Informationen integrieren? Welche Lösung ist vielversprechend?

Durch regelmäßiges Üben erweitern wir unsere Fähigkeiten und unsere Sensibilität. Was zu Anfang noch ungewohnt und mühsam erscheint, geht mit der Zeit leichter von der Hand. Also haben Sie bitte Geduld mit sich und Ihren Ergebnissen.