Haben Sie sich schon mal gefragt,
warum sich bestimmte Dinge in Ihrem Leben wiederholen?

Mich befällt so manches Mal ein ungutes Gefühl,
wenn mein Handeln scheinbar auf Autopilot läuft.
Besonders dann, wenn ich mit dem Resultat gar nicht zufrieden bin.

Bei genauerem Hinsehen ist unser Agieren gar nicht so verwunderlich.
Vieles was wir ausführen, geschieht ohne großes Nachdenken.
Das macht ja auch in gewissem Umfang Sinn.
Durch unsere vergangenen Handlungen eignen wir uns Erfahrungen
und Wissen an.

Da wir nicht immer das Rad neu erfinden wollen,
greifen wir auf diese Erkenntnisse zurück.
Diese Routine hilft uns, Energie und Zeit zu sparen.
So weit so gut.

Allerdings kommt uns dabei manchmal ein Mechanismus in die Quere.
Und zwar zu unserem Nachteil.
Ich nenne dieses Verhalten mal „Ich habe recht.“

Ein grundlegendes Bedürfnis von uns ist,
möglichst im Einklang mit unseren Handlungen zu stehen.
Wir möchten konsistent sein, verlässlich wirken.

Unser Selbstbild wird somit stark durch unsere vergangenen Taten geprägt.
Sie üben damit eine gewisse Verpflichtung aus.

Insofern fällt es uns schwer, Gewohnheiten zu ändern.
Wir bekommen dabei unterschwellig das Gefühl,
unser bisheriges Verhalten in Frage zu stellen.
Das fühlt sich unbequem an.

Doch um uns weiter zu entwickeln, macht es wenig Sinn,
unser Leben in einer endlosen Spirale zu verbringen.
Wenn wir stets das Gleiche tun, werden sich die Ergebnisse nicht ändern.

Für ein Leben ohne Limit darf sich unsere Zukunft von unserer Vergangenheit befreien.
Dafür ist es aus meiner Sicht wichtig,
unsere bisherigen Handlungen nicht in Frage zu stellen.
Ich halte es für unwahrscheinlich, dass wir bewusst falsch agieren.
Wir haben bislang unser Bestes gegeben.
Sozusagen die Kunst des Möglichen.

Heute verfügen wir über andere Möglichkeiten und Informationen.
Die Karten sind neu gemischt.
Wir führen uns vor Augen, das wir nicht unsere Gewohnheiten sind.

Für ein Leben in Freiheit macht es Sinn, andere Wege zu beschreiten.