Lange Zeit empfand ich Faulenzen und Nichtstun als vergeudete Zeit.
Handeln und Betriebsamkeit waren Trumpf.
Ich wollte weiterkommen.
Das ging scheinbar nur durch Bewegung und Aktionismus.

Dann las ich das Buch eines Leitungssportlers.
Sein Credo für Erfolg umfasst 3 Punkte: Training, Entspannung, Ernährung.
Er warnte sogar eindringlich davor, zu viel zu trainieren.
Das sei der typische Fehler vieler Amateursportler.
Unser Körper braucht unbedingt die Ruhephasen für die Regeneration.
Ohne Erholung keine Leistung.

Klingt logisch, dachte ich.
Dann befiel mich ein mulmiges Gefühl …
Wie sieht denn meine Strategie in Sachen Sport und Beruf aus?
Ja, was soll ich sagen …
Sie ahnen es vielleicht schon.
Entspannung kam bei mir nur vor, wenn der Tank völlig leer war.
Erholung gestand ich mir nur zu, wenn es nicht mehr anders ging.

Irgendwie verband ich Erholung mit Stillstand.
Nicht zu handeln, bedeutete für mich, die Kontrolle abzugeben.
Ich durfte lernen, mehr Vertrauen zu entwickeln.
Mir wurde zunehmend die Bedeutung von Regeneration bewusst.
Das Entspannung eine wichtige Stufe auf dem Weg zum Erfolg ist.
Faulenzen will genauso eingeplant werden wie hartes Training.

Zugegeben: Bei mir nagt immer noch der Selbstzweifel auf dem Sofa.
In Aktion fühle ich mich noch kerniger und sicherer.

Doch die Resultate sprechen für sich.
Mehr Energie, mehr Freude, mehr Leichtigkeit, mehr Erfolg.
Das Leben und der Erfolg dürfen auch Spass machen.
Vor allem hat Erholung für mich jetzt auch noch eine weiter Bedeutung gewonnen.
Respekt. Respekt und Achtung der eigenen Gesundheit.