In Anlehnung an Albert Ellis „Die 10 irrationalen Ideen“.

Manchmal scheint sich die Welt gegen uns verschworen zu haben. Keiner mag uns. Es ist zum Jammern, dass die anderen uns nicht verstehen. Woran liegt das bloß? Vielleicht an einer (oder sogar mehreren) der folgenden Annahmen?

Sie haben den Anspruch, von praktisch jeder anderen Person in Ihrem Umfeld geliebt oder anerkannt zu werden.

Es reicht Ihnen nicht, „nur“ von einigen Menschen gemocht zu werden. Sie streben nach vollkommener Harmonie und Bestätigung. Mir sind zwar keine Menschen bekannt, denen das bisher gelang, aber das hält Sie nicht davon ab, Ihr ehrgeiziges Ziel zu verfolgen.

Sie fühlen sich nur wertvoll, wenn man Sie jeder Hinsicht für kompetent, tüchtig und leistungsfähig hält.

Ihr Selbstwert wird vor allem durch Leistung bestimmt. Ohne äußeren sichtbaren Erfolg schrumpft ihr Ego bedenklich.

Wenn Ihre Erwartungen nicht erfüllt werden, reagieren Sie maßlos enttäuscht.

Sie leben in einer Traumwelt aus Wünschen und Hoffnungen und können es nicht glauben, dass andere Menschen nicht genau so empfinden wie Sie.

Das Wort Selbstverantwortung ist Ihnen suspekt. Vielmehr vertreten Sie die Auffassung, dass das menschliche Leiden äußere Ursachen hat und wir wenig Einfluss auf unsere Probleme nehmen können.

Am Schicksal lässt sich Ihrer Meinung nach wenig ändern. Das hat natürlich den Vorteil, dass Sie nie Schuld an irgendetwas sind.

Sie sind ein Anhänger, sich über tatsächliche oder eingebildete Gefahren große Sorgen zu machen und sich dabei ständig mit der Möglichkeit ihres Eintretens zu befassen.

Die Medien sind voll von Katastrophen. Überall auf der Welt geschehen Unglücke. Insofern ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es Sie trifft.

Tauchen Schwierigkeiten auf, lautet Ihre Taktik: Ausweichen, Wegsehen, Ignorieren.

Wirklichkeit ist das, was wir sehen. Deswegen macht Wegsehen manchmal für Sie durchaus Sinn.

Sie sind schutzbedürftig und lieben es, sich hinter anderen zu verstecken.

Schon als Kind haben Sie sich gerne hinter Ihren großen Brüdern versteckt. Heute schicken Sie Ihre Mitmenschen vor.

Die Vergangenheit hat Sie entscheidend und unwiderruflich geprägt.

Wir sind nun mal so, wie wir sind. Das lässt sich jetzt nicht mehr ändern. Irgendetwas ist früher schief gelaufen, für das Sie natürlich nichts können. Deswegen spulen Sie jetzt für den Rest Ihres Lebens das erlernte Programm ab.

Sie schauen gerne über den Tellerrand und regen sich über die Probleme und Verhaltensschwierigkeiten anderer Leute auf.

Wenn die eigenen Probleme nicht ausreichen, gibt es natürlich die Möglichkeit, sich über andere Menschen aufzuregen. Das ist eine schier unerschöpfliche Quelle sich zu ärgern.

Für jedes menschliches Problem gibt es Ihres Ansicht nach eine absolut richtige, perfekte Lösung.

Sie sind Perfektionist und eine gute Lösung reicht Ihnen nicht, solange nicht alle damit zufrieden sind.

Leider sind diese Auffassungen im Alltag durchaus verbreitet. Ich glaube sogar, manchmal davon schon Gebrauch gemacht zu haben. Natürlich nur ganz selten und vor ganz langer Zeit. Aber nun zu Ihnen. Wie lauten Ihre Vermeidungsstrategien :-)