Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu haben, ist schon eine feine Sache.
Zu wissen, ich werde eine Lösung finden, auch wenn es stürmisch zugeht.
Diese Qualität bedarf wohl einiger Übung.

Das Fundament für Vertrauen ist für mich Selbstbewusstsein
und die Kenntnis der eigenen Fähigkeiten.

Noch spannender wird es meines Erachtens,
wenn wir zunehmend Vertrauen in unsere Mitmenschen entwickeln.
Dann agieren wir weniger als Feuerwehr, wenn es brennt.
Wir spüren nicht den Druck, stets selber eingreifen zu müssen.

Dabei ist es aus meiner Sicht unerheblich,
wo voreilig Hilfe angeboten wird.
Sei es, dass wir in der Firma stets den Retter spielen,
im Freundeskreis für alle da sind,
oder in der Familie ständig die Kohlen aus dem Feuer holen.

Die Aufgaben anderer zu lösen, macht für mich aus zweierlei Gründen wenig Sinn.
Einerseits ist die Gefahr groß, sich zu überfordern.
Wenn wir uns vor mehrere Karren spannen lassen, kostet das viel Energie.
Auf der anderen Seite besteht das Risiko,
dass wir unsere Kollegen, Freunde und Familienmitglieder unterfordern.
Warum trauen wir ihnen die Lösung nicht zu?

Damit plädiere ich allerdings nicht dafür,
in Zukunft bei Fragen die Hände in die Taschen zu stecken.
So nach dem Motto: „Löst eure Probleme doch selber.“

Vielmehr befürworte ich, mit Fragen weiter zu helfen.
Damit kann unser Gegenüber die Lösung mitentwickeln.
Eine eigene Lösung finden.
Zudem wird die eigene Antwort viel leichter akzeptiert.

So können wir helfen, Informationen zu sammeln und zu strukturieren.
Bei Lösungsvorschlägen können wir Feedback geben.

Gewinnen tun für mich dabei beide Seiten.
Unser Ertrag ist mehr Energie und mehr Freiraum
Die anderen entwickeln zunehmend Vertrauen in ihre Fähigkeiten.

Damit stehen die Chancen gut, dass auch mir eines Tages geholfen wird.