Angst ist eines meiner grundlegenden Gefühle. Diese schaurige Umklammerung die mir manchmal den Hals zuschnürt. Die mich klein werden lässt und mich meines Selbstbewusstseins beraubt.

Auf der einen Seite hat Angst für mich einen Sinn. Sie bewahrt vor gefährlichen Situationen, schärft die Sinne und lässt manchmal ungeahnte Kräfte frei werden. Andererseits kann Furcht auch erstarren lassen. Angst blockiert das Gehirn und ich fühle mich wie gelähmt.

Doch was sind die Möglichkeiten, mit diesem zunächst so unangenehmen Gefühl umzugehen?

Für mich sind die folgenden Überlegungen hilfreich. Dabei beziehe ich mich auf alltägliche Situationen, die fordern und dennoch handhabbar sind. Diese Tipps beziehen sich nicht auf extreme Momente, wie Gewalt oder Naturkatastrophen.

Offenheit: Ich gestehe mir ein, welche Situation mir nicht behagt. Kein Wenn und Aber. Deswegen verurteile ich mich nicht, werte mich auch nicht ab. Eine Krise ist aus meiner Sicht kein persönliches Versagen. Ich versuche zu akzeptieren, was mir momentan noch nicht gelingt.

[pullquote2 quotes=“true“ align=“center“ variation=“orange“ cite=“Michael Pohl“]Die Angst kann dich nur beherrschen, wenn du sie nicht wahrhaben willst.[/pullquote2]

Entspannung: In Zeiten der Überforderung hilft mir zunächst, Abstand zu gewinnen. Gelassenheit zu entwickeln, der anstehenden Aufgabe ins Auge zu schauen. Ohne dabei schon eine Lösung parat zu haben. Ich mache mir zudem klar, was ich bislang schon geschafft habe. Dann wirkt die anstehende Aufgabe schon weniger bedrohlich. Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärkt auf jeden Fall mein Selbstvertrauen.

Reflektion: Ich überlege mir, wie ich vorgehen kann. Wer kann mir dabei helfen? Wovor habe ich genau Angst? Was liegt in meinem Einflussbereich? Wo sind meine Grenzen? Dann gilt es, die möglichen Vorbereitungen zu treffen.

Üben: Das ist für mich zumindest der unangenehmste Teil. Hier gilt es, über meinen Schatten zu springen. Doch oftmals bin ich auch erstaunt, dass sich Situationen ganz anders entwickeln, wenn ich mich ihnen stelle. Und vor allem Dranbleiben, falls es nicht so schnell klappt wie erhofft.

Anerkennung Wer kann schon von sich behaupten, sich seiner Angst zu stellen? Ich denke, es ist ganz wichtig, sich den eigenen Mut bewusst zu machen. Dafür darf ich mir dann auch mal auf die Schulter klopfen.