Ich bin oftmals enttäuscht, wenn die Dinge sich nicht nach meinen Vorstellungen entwickeln.
Oder anders ausgedrückt: Ich erlebe die Welt nicht so, wie ich es gerne hätte.
Liegt das an der Unvollkommenheit meiner Umgebung?
Oder ist die Ursache eher in meiner begrenzten Sicht zu suchen?

Der Aufwand meine Mitmenschen zu ändern, wäre auf jeden Fall sehr groß.
Wahrscheinlich ist dieser Ansatz auch ein wenig arrogant.
Nur damit ich zufrieden bin, sollen alle nach meiner Pfeife tanzen.
Hinzu kommt, dass ich mich von anderen abhängig mache.

Insofern halte ich es für sinnvoller, vor allem an mir zu arbeiten.
Jetzt wirke ich auf das ein, worauf ich Kontrolle habe.
Ich besinne mich auf meine Fähigkeiten.
Ich übernehme die Verantwortung für mein Wachstum.

Das umzusetzen, ist allerdings anspruchsvoll.
Wie sieht ein sinnvoller Ansatz aus, mein Leben in neue Bahnen zu leiten?
Was können meine ersten Schritte auf dem Weg zu mehr Freiheit und mehr Erfüllung sein?

Für mich hat es sich als hilfreich erwiesen,
ein klein wenig Abstand zwischen Denken und Handeln zu schaffen.
Weniger auf Autopilot zu schalten.
Oder den Moment zwischen Reiz und Reaktion auszudehnen,
wie es Viktor E. Frankl es ausdrückte.

Wir besitzen die kostbare Fähigkeit, unseren Standpunkt wählen zu können.
Jeden Augenblick können wir neu entscheiden,
wie wir etwas erleben und was wir daraus ableiten.
Gerade wenn ich spüre, so geht es nicht weiter.
Wenn ich das Gefühl habe, häufig auf die gleichen Widerstände zu treffen.

Meine Ziele kann ich oftmals leichter erreichen,
wenn ich die Perspektive einmal wechsele.
Zum Beispiel zu verstehen, warum mein Gegenüber die Dinge anders sieht.
Das heisst noch lange nicht, dass ich meine Überzeugungen aufgebe.
Ich versuche vielmehr, neue Einsichten zu gewinnen.
Ich übe, bislang verborgene Möglichkeiten wahrzunehmen.

Je mehr Handlungsoptionen ich erkenne, desto größer wird meine Freiheit.
Wo ich vorher unter Druck stand, erfahre ich jetzt den Reichtum wählen zu können.

Wiederholen sich meine Ansichten und Vorstellungen in einer Endlosschleife,
münden Diskussionen gerne in unversöhnliche Stellungskriege.
Indem ich meinen Standpunkt zementiere, komme vor allem ich nicht weiter.

Natürlich finde ich es auch wichtig, auf Erfahrungen zu vertrauen.
Bewährtes weiter zu verfolgen.
Wichtig ist hier für mich, ab und an zu überprüfen,
ob meine Handlungen noch zielführend sind.
Gerade wenn ich häufiger die gleichen Lernprozesse durchlebe,
ist aus meiner Sicht Wachsamkeit hilfreich.

Wenn ich bereit bin, meinen Blickwinkel zu variieren,
kann ich die Möglichkeiten jenseits meiner Vorstellungen sehen.

Das ist der Beginn für (m)ein Leben ohne Limit …