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7 häufige Fehler, die gute Entscheidungen verhindern

Wir stehen jeden Moment vor der Wahl, eine Vielzahl von Entscheidungen zu treffen. Bleibe ich sitzen, stehe ich auf, checke ich meine Mails, nehme ich den Anruf entgegen, mit wem will ich heute Mittag essen. Und kurioserweise ist uns die meiste Zeit gar nicht bewusst, was da alles im Oberstübchen abläuft. Hinzu kommen unzählige Entscheidungen, die zum Glück unser Unterbewusstsein trifft. Wir wären nämlich völlig überfordert, wenn wir jede einzelne Aktion unseres Organismus bewusst steuern müssten.

Die meisten Dinge machen wir sowieso aus Gewohnheit. Frei nach dem Motto: Das hat bisher gut geklappt, also wird das schon passen. Daher kommt wahrscheinlich auch das Gefühl, selten vor Entscheidungen zu stehen. Nur wenn unsere Erfahrungswerte versagen und wir in eine ungewohnte Situation kommen, stottert der innere Autopilot. Dann verweigert auf einmal das innere Navigationsgerät vor der nächsten Kreuzung den Dienst. Dann sind wir wieder gefragt und dürfen bewusst eine Wahl treffen.

Durch unsere Entscheidungen definieren wir uns selbst. Allein durch sie können wir unseren Worten und Träumen Leben und Bedeutung verleihen. Allein durch sie können wir aus dem, was wir sind, das machen, was wir sein wollen. – Sergio Bambaren

In vielen Dingen treffen wir Entscheidungen, mit denen wir gut leben. Mit zunehmendem Risiko werden wir allerdings zaghafter und haben Angst vor ungünstigen Konsequenzen. Aus meiner Erfahrung im privaten und beruflichen Bereich gibt es vor allem 7 Stolperfallen, die gute Entscheidungen verhindern und uns leicht in die Irre führen. Vielleicht achten Sie bei Ihrer nächsten wichtigen Entscheidung ganz bewusst darauf, sie nicht zu machen.

7 Dinge, die gute Entscheidungen verhindern

Aufschieben – Sie vermeiden es, sich festzulegen. Damit geben Sie die Möglichkeit ab, selbstverantwortlich zu handeln. Nicht zu entscheiden bedeutet nämlich nicht, dass die Welt still steht und auf uns wartet. Ganz im Gegenteil: Wer nicht selbst entscheidet, für den wird entschieden.

Druck – Sie entscheiden überhastet und wollen das „Problem“ schnell vom Tisch haben. Gerade wenn viel zu tun ist, neigen wir zu Ungeduld. Das ist natürlich verständlich. Doch müssen wir uns das bewusst vor Augen führen. Und uns bei wichtigen, weitreichenden Entscheidungen mehr Zeit gönnen, um uns langfristig mit unserer Wahl gut zu fühlen.

Gefühl – Manche verlassen sich ausschließlich auf ihre Intuition. Intuition ist eine feine Sache, doch in der Regel ist es ratsam, auch ein paar Fakten zu checken. In der Regel ist es die Mischung aus Intellekt und Gefühl, die tragfähige Entscheidungen entstehen lässt

Experten – Manche Entscheidungen sind so komplex, dass Sie Rat von Fachleuten benötigen. Sei es ein Architekt, ein Arzt oder Rechtsanwalt. Aufgaben zu delegieren, ist ja auch eine wichtige Eigenschaft. Doch das befreit uns nicht davon, dass Ergebnis noch einmal im Gesamtkontext zu prüfen. Auch wenn wir uns fachlichen Rat holen, befreit uns das nicht davon, die Verantwortung für die Entscheidung zu übernehmen. So kann Ihnen ein Arzt zwar aus verschieden Gründen nahe legen, sich operieren zu lassen. Doch ob Sie sich operieren lassen, das entscheiden Sie.

Rücklicht – Sie urteilen aus Ihrer Erfahrung heraus und schließen von der Vergangenheit auf die Zukunft. Manchmal fehlt uns die Fantasie und die Kreativität, dass die Dinge auch mal anders laufen können. Man muss sicherlich nicht immer vom ungünstigsten Fall ausgehen. Naive Schönfärberei zeugt allerdings auch von wenig Weitblick.

Beteiligte – Betrifft die Entscheidung mehrere Personen, müssen alle mit den Folgen auskommen. Sie können die Wahl zwar alleine treffen, doch die Gefahr ist groß, sich den Unmut der Betroffenen zuzuziehen, wenn Sie sich nicht ausreichend abstimmen. Außerdem lassen wir uns die wichtige Möglichkeit entgehen, von der Erfahrung anderer Menschen zu profitieren.

Prioritäten – Der Nachteil von Pro und Contra Listen ist in der Regel, dass alle Argumente als gleichwertig behandelt werden. Das sind sie aber selten. Stehen auf der Pro Seite 7 Argumente und auf der Contra Seite nur 5, muss das noch lange keine eindeutige Entscheidung in Ihrem Sinne bedeuten.

Man sage nicht, das Schwerste sei die Tat; das Schwerste dieser Welt ist der Entschluß. – Franz Grillparzer

Gute Entscheidungen zu treffen, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Das wichtigste Kriterium ist aus meiner Sicht die eigenen Werte und Ziele zu kennen. Die eigenen Werte zu leben, schafft in vielen schwierigen Situationen Klarheit.

Wir sind immer wieder gefordert, neue Wege auszuprobieren, ungewohntes Terrain zu betreten. Das kostet erst einmal Energie. Doch nur so können wir neue Erfahrungen sammeln und die innere Landkarte vergrößern. Entscheidungen geben unserem Leben eine Richtung. Wir übernehmen durch sie Verantwortung. Sie sind unsere Antwort auf die Gegebenheiten des Lebens.

Auf jeden Fall können Sie sich bei der nächsten Entscheidung noch einmal in Ruhe zurücklehnen und checken, ob Sie die 7 aufgeführten Gefahrenquellen geschickt umschifft haben.

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Joachim HilbertJoachim Hilbert Vor 10 Jahren begann meine Reise nach Innen, denn ich suchte Antworten auf 3 Fragen. Was berührt mich? Woran habe ich Freude? Was verleiht meinem Leben Sinn? Dafür gibt es natürlich keine allgemein gültigen Lösungen. Mit meinen Artikeln möchte ich anregen, Antworten auf diese Fragen zu finden und hinter die Fassaden und Gewohnheiten zu schauen, damit sich unser innerer Reichtum offenbart. VisionView all posts by Joachim Hilbert

  1. Karl10-26-2014

    Besten Dank, es finden sich ein paar gute Tipps, jedoch fehlt meiner Meinung nach ein wichtiger Punkt, nämlich Information. Die Schwierigkeit Entscheidungen zu treffen besteht in der Überforderung an der Menge an Informationen. Welche Quelle ist Glaubwürdig, Arzt oder doch das Hausmittel von der Oma? Meine Oma wurde immerhin 90. Wie ich es auch drehe und wende bin ich überfordert mit der Information. Und umso länger ich warte und umso mehr Informationen ich einhole desto schwieriger wird es. Fragen Sie doch mal 2 unterschiedliche Ärzte um Rat, mit hoher Wahrscheinlichkeit bekommen sie 2 Meinungen. Wie soll man damit umgehen, stellt sich mir die Frage.
    Beste Grüße

  2. Norman11-19-2014

    Hey Joachim,

    eine tolle Seite hast du hier. Gefällt mir richtig gut, vom Design, wie auch vom Inhalt!

    Dieser Text hier ist auch sehr schön geschrieben.

    Ich habe dazu folgende Ansicht:

    “ Lieber 10 Entscheidungen treffen und 20% davon bereuen, als keine zu treffen und das zu 100% bereuen. “

    Liebe Grüße

    Norman

  3. Richard02-07-2015

    Ich finde, ich brauche ein Mass an Klarheit für eine Entscheidung. Emotionen wirken dem entgegen. So muss ich diese erst annehmen, damit sie sich verlieren. Ob ich dann das eingeschätzte Risiko eingehe, entscheidet bei mir auch die Intuition mit. Das Abwägen braucht solange, wie es eben braucht. Irgendwann nehme ich meistens einen Impuls wahr. In letzter Zeit folge ich dem dann oft einfach spontan und ich weiß es war richtig, obwohl sich Zweifel melden wollen. Egal, die Entscheidung ist gefällt und ich kenne gar nicht die volle Bedeutung für die weitere Zukunft.

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