Es gibt Augenblicke, die erschüttern uns und ziehen einem den Boden unter den Füßen weg. Der Job löst sich in Luft auf, auf dem Konto herrscht Ebbe oder die Diagnose des Arztes ist niederschmetternd. Ein geliebter Mensch stirbt, Träume zerplatzen und Beziehungen gehen auseinander. Wenn sich wieder einmal eine feste Größe als Illusion aufweist, wird uns das Prinzip der Vergänglichkeit schmerzlich bewusst. Diese Erkenntnis tut weh. Immer wieder.

So schwer die Prüfungen auch sein mögen, wir dürfen uns nicht aufgeben. Den Glauben in die eigenen Fähigkeiten nicht verlieren. Wir fallen hin und stehen wieder auf. Ein Leben lang. Niederlagen sind nicht persönlich. Sie fordern uns heraus, wie alle Menschen. Ich bin nach wie vor ein wertvoller, einzigartiger Mensch mit besonderen Fähigkeiten. Solange ich mich nicht aufgebe, kann mir niemand meine Hoffnung, meine Würde nehmen.

Natürlich haben wir nicht alles in der Hand. Es geht nicht um stures Anrennen. Wir dürfen unsere Handlungen stets hinterfragen und daraus lernen. Wir sind nicht allmächtig und mancher Höhenflug endet mit einer Bruchlandung. Ok, wir haben uns geirrt, uns vielleicht überschätzt, die falschen Schlussfolgerungen gezogen. Dem dürfen wir uns stellen. Doch wir dürfen uns auch wieder dem Leben zuwenden. Es nützt niemandem, wenn wir uns dauerhaft grämen und den Kopf in den Sand stecken.

Gib Dich niemals auf. Niemals. Deine Kraft ist so groß, wie Dein Vertrauen in Dich. Fluche, weine, sei eine Zeitlang verzweifelt. Doch dann richte Dich auf. Schaue in den Spiegel, lächle Dir zu und gehe erhobenen Hauptes den nächsten Schritt.

[pullquote2 quotes=“true“ align=“center“ variation=“orange“ cite=“George Santayana“]Vielleicht besteht die einzige Würde des Menschen in seiner Fähigkeit, sich achten zu können.[/pullquote2]

Du weißt nicht weiter, die ToDo Liste ist kilometerlang, die Gläubiger klopfen an die Tür. Frage Dich: Was ist der nächste Schritt? Suche nicht nach einer ultimativen Lösung. Mache einen kleinen Schritt und schaue dann weiter. Frage um Hilfe, hole Dir Unterstützung.

In den dunkelsten Stunden habe ich die Erfahrung gemacht, dass es weiter geht. Es gab Momente, da fehlte mir die Kraft und Motivation weiter zu leben. Doch das Leben strömte nach einer Weile zurück. Wenn ich am Boden war, trug mich die Erde.

Extreme Situationen können auch Momente großer Klarheit sein. Jetzt spüre ich, was zählt und was nettes Beiwerk ist. Wer hält zu mir? Habe ich nur Schönwetterbekanntschaften oder Freunde, Partner, die zu mir halten? Und ja es gibt sie, die Lästerer, Moralisten und Besserwisser. Die sich über die mokieren, die gefallen sind. Die nachtreten und schadenfroh mit den Finger zeigen. Die Medien sind leider voll davon.

Gehen wir mit einem anderen Beispiel voran. Wünschen wir den Gestrauchelten und plötzlichen Außenseitern Kraft und Einsicht. Machen wir gute Wünsche für sie. Es geht nicht darum, irgendwelche Handlungen zu rechtfertigen oder schön zu reden, sondern den Menschen zu achten. Ihm eine neue Chance zu geben

Wir haben jeden Moment die kostbare Gelegenheit uns anzunehmen und weiter zu gehen. Wir können nicht verhindern, dass Narben bleiben. Doch wir dürfen nicht liegen bleiben. Begreifen wir unser Leben als einmaliges Geschenk und wachsen daran.

Gib Dich niemals auf, denn Du bist einzigartig und leistest einen besonderen Beitrag. Deine Erfahrungen und Fähigkeiten sind einmalig. Verleihe ihnen Ausdruck und die Welt wird reicher sein.