Sehnen Sie sich danach, Sie selbst zu sein? Sich nicht länger zu verstecken? Sich nicht zu verbiegen?

Bronnie Ware pflegte Todkranke. In “The Top Five Regrets of the Dying” beschreibt sie die fünf Dinge, die diese Menschen auf dem Sterbebett am meisten bedauerten.

An erster Stelle steht: “Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben” und an zweiter “Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.”

 

Ist der Beruf also gar nicht wichtig?

Interessant wäre, ob jemand die Worte wählte: “Ich wünschte, ich hätte meine Berufung gelebt.” Berufung ist eben nicht deckungsgleich mit der Arbeit, mit der wir unser Geld verdienen. Und auch nicht mit der Karriere, die uns Macht und Ansehen verschafft.

Wunderbar natürlich, wenn wir aus Tätigkeiten unser finanzielles Einkommen beziehen, die dem entsprechen, worin unsere Talente, Werte und tiefsten Bedürfnisse liegen. Aber so manch einer legt das, was er geben will, in eine ehrenamtliche Tätigkeit oder in die Betreuung und Pflege von Menschen, ja überhaupt in Beziehungen als Vater oder Mutter, Partner oder Freundin.

Und nicht immer geht es auf, finanziell von dem leben zu können, was wir mit Begeisterung und Herzblut tun. Es ist zumindest nicht der einfachste, schnellste und bequemste Weg. Auch wenn viele Berater und Coaches uns verkünden: „Wenn du das machst, was du liebst, dann fließt dir das Geld zu. Wenn ich es geschafft habe, schaffst es auch du.“

Da spielen eben nicht nur unsere individuellen Glaubenssätze eine Rolle, sondern wir sind auch eingebunden in soziale und ökonomische Zusammenhänge. Und dazu gehört unser derzeitiges Geld- und Wirtschaftssystem.

 

Berufung ist vielschichtig

“Berufung” ist vielschichtig. Sie ist nicht etwas, das vorgeformt irgendwo auf uns wartet. Das wir plötzlich, nach einigem Suchen, finden wie ein Päckchen am Wegrand, und das wars dann für den Rest unseres Lebens.

 

Berufung als schöpferischer Prozess

Ich spreche daher gerne von “Berufung gestalten”. Es ist ein schöpferischer Prozess, an dem wir permanent wachsen und mehr zu uns selber finden. Und in dem wir in Beziehung treten: mit anderen Menschen, mit unserer Arbeit, mit anderen Lebewesen und den größeren Zusammenhängen in Natur, Gesellschaft und darüber hinaus (was auch immer das für den Einzelnen bedeutet).

Berufung hat grundlegend mit unserer Lebendigkeit zu tun. Damit, wie wir dem Leben antworten. Es trägt in sich das aktive Tun sowie das sich rufen lassen, männliche und weibliche Aspekte.

 

Die Online Berufungs-Konferenz vom 21. bis 25. September 2015

In der ersten Online Berufungs-Konferenz vom 21. bis 25. September geht es um diesen Prozess der Gestaltung. Ich spreche in 10 Audio-Interviews mit 11 erfahrenen Coaches und Beraterinnen über ihren persönlichen Weg. Sie berichten von ihren Erfahrungen. Was ihnen selbst geholfen hat, und  von den Tiefschlägen und Hindernissen, auf die sie gestoßen sind. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten praktische Tipps, die inspirieren und zu eigenen Schritten ermutigen.

Die Konferenz richtet sich an Frauen und Männer.

Die Teilnahme ist kostenlos. Nähere Infos und Registrierung unter:
Oline Berufungs-Konferenz mit Regina Schlager: Kraft und Leichtigkeit

 

Regina Schlager

Homepage Regina Schlager

Regina Schlager öffnet als Coach, Autorin und Podcast-Gastgeberin Räume, um in lebendigen, kreativen und achtsamen Kontakt mit sich selbst, anderen und der Welt zu kommen und aus dieser Verbindung heraus zu handeln. Sie studierte Germanistik und Philosophie in Wien und arbeitete 20 Jahre lang in Beratungsunternehmen im Informations- und Wissensmanagement sowie der Aus- und Weiterbildung. Sie lebt in Zürich.