AlleinseinUndSelbstbewusstsein

Was Alleinsein mit Selbstbewusstsein zu tun hat

Oft aus Angst vor Einsamkeit suchen wir die Gemeinschaft anderer. Der Wunsch nach Zugehörigkeit zu Menschen oder Gruppen lässt aber manchen seine Lebensgrundsätze vergessen. Zudem verhindert es die Erkenntnis, dass jeder sowieso allein im Leben steht.

In Tat und Wahrheit ist ein Erwachsener allein auch, wenn er soziale Kontakte, Freundschaften, Liebesbeziehungen und Familienverbindungen eingeht. Wer sich dieser Tatsache öffnet und sein Alleinsein nimmt, gewinnt Kraft, Eigenständigkeit und Selbstbewusstsein.

Zugehörigkeit aufgeben

Im Übergang vom Kind zum Erwachsenen, stösst sich das erwachsene Ich von den Eltern ab. Als Jugendlicher beginnt man zu rebellieren und seinen eigenen Weg zu gehen. Ein Spagat zwischen der Geborgenheit und Sicherheit der Herkunftsfamilie einerseits und dem natürlichen Bedürfnis dem Ruf des Lebens zu folgen, andererseits.

Allein ins Leben hinaus

Zwar ist man als Jugendlicher noch selten in der Lage sein Leben zu finanzieren. Emotional sind aber viele Jugendliche schon vor Zwanzig willens ihre Familie zu verlassen. Arrogant und selbstverliebt geben sie vor, alles besser zu wissen. Dabei hört der Jugendliche in diesem Moment den Ruf des Lebens und will ihm folgen.

Gleichzeitig widersetzen sich junge Frauen und Männer der Notwendigkeit das Kindheitsparadies rechtzeitig zu verlassen. Sie beanspruchen die Fürsorge von Mama viel zu lange und noch als 30 Jährige verlangen sie nach Papa’s Finanzspritzen. Selbst nach erfolgter Grundausbildung verschliessen sich viele gegenüber dem prallen Leben und der Tatsache, dass man als Erwachsener allein für sich sorgen muss.

Wir spielen Erwachsene

Gleiches gilt für manche Frauen und Männer um die Lebensmitte. Innerlich haben sie den Schritt ins Leben noch nicht vollzogen. Häufig unzufrieden suchen sie nach Sinn stiftendem Lebensinhalt und Glücksgefühlen. Oft stecken sie emotional noch in den Kinderschuhen und kokettieren sogar damit, noch Kind zu sein. Man will ewig jung bleiben und demonstriert dies über sein Äusseres.

Neugierde, Freude, Humor und Spontanität stehen Erwachsenen ebenfalls offen, ohne dass sie sich wie Pubertierende verhalten und kleiden müssen. Die Weigerung, Erwachsen zu werden ist heute aber üblich und vielerorts sichtbar.

Beispielsweise ruft eine vierzig jährige Frau täglich bei ihrer Mutter an. Für jede noch so kleine Entscheidung sucht sie den beruhigenden Rat ihrer Mutter. Sie ist sich nicht bewusst, dass sie in solchen Augenblicken wie ein Kind handelt und damit nur scheinbare Sicherheit gewinnt. Ähnliche Beispiele gibt es viele, allen gemeinsam ist der Widerwille frei, allein und ohne das Sicherheitsnetz der Eltern zu leben.

Meistens spielen wir Erwachsensein, wie in einer Theaterrolle. Wir leben in Partnerschaften, gründen Familien, sind beruflich erfolgreich, besitzen vielleicht ein Haus und erfreuen uns am üblichen Luxus. Innerlich kreisen die Gedanken in jeder beruflichen oder privaten Krise um die Sinnfrage. Besonders Menschen um die Lebensmitte sind anfällig ihre Lebensfreude zu verlieren. Sie suchen vermehrt in Erlebnissen und bei anderen Menschen nach Lebenshalt und Lebenssinn und wollen damit innere Leere auffüllen.

Kindliche Angst vor dem Alleinsein

Viele sind blind gegenüber der Tatsache, dass man erst zur ureigenen Individualität findet, wenn man sein Alleinsein nimmt. Es bedeutet für einen Erwachsenen, sich äusserlich und innerlich von elterlichen Zwängen und Regeln zu befreien. Zudem ist die Angst vor dem Alleinsein als irreal und imaginär zu durchschauen, weil es ein Gefühl aus Kindertagen ist. Für ein Kind ist die Angst allein zu sein, reale Todesangst, denn es kann allein nicht überleben. Deshalb tun Kinder alles, um die Zugehörigkeit zu ihren Eltern nicht zu verlieren.

Hingegen vermeidet ein Erwachsener, durch sein kindliches Bedürfnis nach Zugehörigkeit zu seinen Eltern, die notwendige Abgrenzung gegenüber diesen. Denn mit einem klaren NEIN gegenüber seinen Eltern würde er gleichzeitig seine Zugehörigkeit verlieren – er wäre anschliessend allein. Das ungelebte NEIN hat jedoch fatale Konsequenzen. Er lebt fortan nicht sein wirkliches Leben, sondern ein Leben für die Anderen, nämlich für die Eltern. Tief im Innern bleibt sein wirkliches Sein unerfüllt.

Viele führen weiterhin ein Leben für die Anderen, auch nachdem sie bei den Eltern ausgezogen sind und vielleicht in einer Partnerschaft leben. Sie vermeiden jedoch ihre Aufmerksamkeit dem eigenen Menschsein und Alleinsein zu widmen, sowie die Konsequenzen daraus. Wer bin ich und wer war ich schon immer, sind Fragen die diesen Schritt begleiten und helfen, sein Sosein den Mitmenschen zuzumuten.

Vom Leben getragen

Für ein Kind bedeutet Zugehörigkeit Sicherheit. Erst später als Erwachsene erkennen wir, dass es in Tat und Wahrheit keine wirkliche Sicherheit gibt. Das Leben verläuft in geheimnisvollen Bahnen und kümmert sich nicht um die Wünsche eines Einzelnen. Wir haben keinen entscheidenden Einfluss auf den Lauf des Lebens, obwohl uns das die Wissenschaft glauben machen will.

Niemand und nichts Irdisches hält den Einzelnen und gibt ihm Lebenskraft. Wir verhalten uns aber so, wenn wir glauben, dass einem der Lebenspartner, ein begehrter Erfolg oder sogar die eigenen Kinder Halt geben könnten.

Wolfgang Giegerich, ein deutscher Psychologe und Publizist vieler Bücher beschreibt treffend, was einen Menschen zum Individuum macht.

„…, wenn er erfährt, was ihn trägt, selbst wenn es keine irdische Macht ist, keine Eltern, kein anderer Mensch, kein Verein, kein Karriereziel, kein Begehren, keine religiöse Lehre oder Weltanschauung die ihm mehr Halt gibt, und auch er selbst sich nicht mehr tragen kann …“

Wer sich dieser Aussage öffnet, beginnt zu ahnen, dass nur etwas Göttliches und Grosses die Kraft hat, den einzelnen Menschen zu tragen. Es bringt jeden in seiner Einzigartigkeit hervor und kümmert sich nicht um unsere Forderungen.

Alleinsein braucht Mut

Man muss sich bewusst dem Alleinsein öffnen, das Kindheitsparadies zurück lassen, dabei kindliche Hoffnungen aufgeben und sich ohne elterliches Sicherheitsnetz der ungewissen Zukunft zuwenden. Das fordert für manchen mehr Mut, als er gewohnt ist. Dazu benötigt es die eigene Zuwendung seinem Menschsein gegenüber.

Letzteres beschreibt den Kern meiner Seminare. Es setzt die Erkenntnis und das Einverständnis des Einzelnen voraus, dass einen das Leben so gewollt hat, wie man ist und nicht, wie man es sich wünschen möchte. Gleichfalls ist niemand etwas besonderes oder gar mehr wert als ein anderer. Wer mit diesem Bewusstsein und offenem Herzen seinen Mitmenschen begegnet, vollzieht letztendlich den Schritt zu echtem und dauerhaftem Selbstbewusstsein.

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Erwin SchmähErwin Schmäh Erwin Schmäh arbeitet als Therapeut und Coach in der Schweiz und veranstaltet regelmässig Seminare für erwachsenes Selbstbewusstsein. erwinschmaeh.chView all posts by Erwin Schmäh

  1. Richard10-04-2015

    Dem kann ich zustimmen, auch wenn ich die Begriffe etwas anders wählen würde. Wie wahr, zu Authentizität braucht es oft Mut. Bewusstwerdung hilft immer. Auch wenn das Gefühl von Unwertsein und angelernte Ängste allgegenwärtig scheinen, gibt es doch Hilfe und nicht alles müssen wir alleine meistern. Klar sollten wir neben Authentizität auch Empathie und Respekt nicht vernachlässigen. Doch wie oft sind es die Eltern, die uns Schuldgefühle einflössen, wenn wir unserem inneren Ruf folgen wollen, die armen Opfer spielen uns uns damit binden. Schließlich ist tätsächlich unser Urvertrauen maßgeblich dafür, ob wir unseren Weg gehen können und nicht ständig zaudern. Auch hier hilft wohl Bewusstheit uns Glaube. Das kleine Menschlein denkt meist, alles kontrollieren zu können uns zu sollen. Und dabei trägt uns das Leben aus dem Nichts heraus.

  2. Bastian10-06-2015

    lieber Erwin,
    dein Artikel ist wirklich großartig und plausibel. Erst im Alleingang lernt man erst, richtig mit sich selbst umzugehen. liebe Grüße von der Rodenecker Alm

    • Erwin Schmäh10-10-2015

      Danke Bastian, ja du hast es erfasst. Man muss es wagen, um sich zu erkennen. Grüsse aus der Schweiz ins Tirol.

  3. Gaby Möller10-10-2015

    Danke für diesen Text!! Er hat mir auf meinem Weg zum Glück eini großes Stück weiter geholfen <3

  4. Frauke10-11-2015

    Wenn es so einfach wäre, das unangenehme Alleinsein anzunehmen.
    Oft hängt daran eben auch fehlende Wertschätzung durch andere aber auch durch sich selbst.

  5. Carole10-11-2015

    Tja wie wahr lieber Erwin. Ich bin seit 18 (ca.30 Jahre)nicht mehr bei meinen Eltern (du kennst meine Geschichte) Ich musste raus. Ich dachte immer dass „zu“ viel Liebe nicht möglich sei. Aber ich wurde erdrückt vor Liebe und konnte irgendwann nicht mehr anders als auszuziehen. Meine Mutter war wie eine Klette, und weiss Gott ich liebe sie. Aber ich wollte erleben wie es ist alleine zu sein, MEIN Weg zu gehen nicht der meiner Eltern. Und das tat ich! Ich gin raus in die Welt und lernte auf mich alleine gestellt zu sein. Und hey das ist nicht einfach und ich viel manchmal auf die Nase. Aber ich stand wieder auf und lernte aus den Fehler. Naja, manchmal eben nicht und ich viel wieder….und wie Arrogant ich durchs leben zog. Ich wusste alles besser….Mein Gott ich war so naiv!…aber machen uns nicht gerade die Fehler stärker und zudem was wir heute sind?
    Ich bin auch heute gerne allein. Manchmal frag ich mich sogar ob ich zu den Einzelgänger gehöre. Ich gehe gern morgen s um 7 Uhr laufen weil ich dann niemanden antreffe, da scheint die Welt mir zu gehören. Ich weiss nicht ob das richtig oder falsch ist. Und was ist schon richtig und was falsch, aber ich weiss dass es für mich passt.
    Richard, Deinem Text stimme ich voll zu.
    Frauke, alleinsein ist nicht immer einfach. Ich verstehe auch Deine Worte. Ich kenn Dich nicht habe aber eine Kollegin die gleich empfindet….die Wertschätzung ist sehr wichtig. Und dass du dies schon erkennst ist doch schon ein erster Schritt. Ich wünsche Dir auf Deinem Weg alles gute.

  6. Alexander10-17-2015

    Lieber Erwin,

    treffend und hervorragender geschriebener Text. Vielen Dank, der Artikel hat mir sehr geholfen.

    Ich habe im Januar 2014 wegen Burnout die Notbremse gezogen. War überfällig. Bedingt durch den Zusammenbruch meiner Selbständigkeit und Beziehung im Jahre 2006 folgten dann 1,5 Jahre Hartz IV mit 1 € Jobs, dann 2008 neue Festanstellung mit Umzug, 2009 habe ich Regelinsolvenz angemeldet und bedingt durch diese mehreren Niederlagen hat mein Selbstbewusstsein sehr gelitten.

    Das hat mich dann im Job dann für Mobbingattacken anfällig gemacht. Leider seitens der Chefs und einiger Kollegen (m/w). Mobbing am Arbeitsplatz ist leider mittlerweile ein Sport geworden.

    Frühling 2014 bin ich freiwillig 12 Wochen in eine stationäre psychosomatische Klinik und anschließend Ende 2014 nochmals 5 Wochen in Reha.

    Diagnose: Mittelschwere Depression mit Erschöpfungszustand, Angst- und Panikattacken, Zwangsstörungen mit Zwangshandlungen.

    Gott sei Dank habe ich dieses Jahr die Restschuldbefreiung (InSo) erhalten.

    Durch das Burnout sind sehr viele Konflikte aus der Kindheit zurückgekommen. Mir war sicherlich einiges bereits bewusst, aber durch die Therapie wurde vieles nochmal aktueller.
    Mittlerweile geht es mir sehr viel besser. Der Weg in Therapie war die beste Entscheidung meines Lebens, weil ich zu mir Selbst JA gesagt habe.

    Ohne die Liebe und Kraft meines Schöpfers, der allumfassenden LIEBE, hätte ich diese tiefen Täler, die locker 8 Jahre gedauert haben, nicht überstanden. Dafür bin ich zutiefst dankbar.
    Neben meiner begleitenden Einzel- und Gruppentherapie lese ich relevante Fachbücher.
    Hier hat mir sehr das Buch von Dr. Dufour geholfen „Das verlassene Kind“ und die weiteren seiner Bücher, die ich alle gelesen habe.

    Ein weiterer wirklich großer Meilenstein war hier das Buch „Die Masken der Niedertracht – Seelische Gewalt im Alltag“ von Marie-France Hirigoyen.
    Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet über meine emotionale und seelische Manipulation, die ich als Kind bereits erfahren und ertragen musste. Diese erzeugte Co-Abhängigkeit und die damit verbundene psychische Destabilisierung meines Selbst haben mir in späteren Jahren viele Niederlagen beschert.

    Selbstverständlich habe ich auch viel Positives erreicht, aber es fehlte die tatsächliche 100% Unabhängigkeit, frei von den elterlichen Fehlkonditionierungen aus der Kindheit.

    Aktuell lebe ich allein und über diesen Zustand philosophiere ich oft. Durch das Buch „Wie oben, so unter – aus dem Kybalion“ ist mir bewusst geworden, dass der Zustand des Alleinsein tatsächlich gleichzusetzen ist mit dem „All eins sein“; sobald man dies bewusst so praktiziert. Das ist eine kleine Wortespielerei, die ich für mich gemacht habe.

    Nun stelle ich mich mit 44 Jahren bewusster meinem Alleinsein und erarbeite mir meine neue geistige Stabilität, die Grundvoraussetzung ist für mein menschliches Dasein. Für mich ist das die allumfassende Liebe und die daraus entwickelnde Selbstliebe und zwar in Bezug auf alle meine Facetten des Menschseins, die Schwächen und die Stärken. Aller meiner Emotionen, wie Freude und auch Traurigkeit oder Wut.

    Das die Burnoutfälle steigen wundert mich nicht.

    Unser gesamtes System ist leider auf eine einseitige Abhängigkeit aufgebaut und wir neigen dazu uns permanent zu überfordern.

    Sicherlich ist das alles ein Entwicklungsprozess. Das Buch von Peter Stork „Der zweite Code“ hat mir hier auch geholfen. Die Epigenetik gibt hier auch viele Antworten auf manche Fragen im Sinne der erblichen Fehlkonditionierungen.

    • Evelyn03-29-2016

      WOW…! Ein grosses Dankeschön von mir für deinen Beitrag

  7. Peter10-19-2015

    Alleinsein braucht Mut und sollte nicht mit Einsamkeit verwechselt werden.
    Im Wort steckt auch All-eins-sein, ich bin eins mit allem. :-)

    • Erwin Schmäh10-19-2015

      Ja das hast du recht @Peter. Alleinsein wir oft mit Einsamkeit verwechselt. Letzteres halte ich aber für etwas ganz anderes. Du hast den Finger auf einen empfindlichen Punkt gelegt. Wie ich in meinem Beitrag beschreibe, muss der Einzelne sich auf sich selbst beziehen um erwachsen zu werden. Aber er muss auch Beziehungen aufbauen, denn als Kind musste man das gerade nicht – die Beziehungen bestanden schon durch die Eltern. Wenn man sich hingegen als Individuum allein auf den Weg macht, fühlt man furchtbare Angst vor Einsamkeit! Und gerade das braucht Mut.

  8. jkbb01-17-2016

    Bin nicht ganz der Meinung. Der Inhalt ist wunderbar verfasst, keine Frage. Aber trotzdem gibt es Menschen die nicht die Kraft haben sich durch diese Extrovertierte Welt zurechtzuschlagen und auf externe Hilfe angewiesen sind. Unter uns gibt es sensible Künstler-Seelen die noch mit 30 Jahren nicht wissen wie sie das alles unter einen Hut packen. Es gibt Ausnahme Talente die nur eine Sache richtig machen.
    Ein gutes Beispiel dafür wäre Vincent Van Gogh, der noch mit 30 Jahren auf die Unterstützung seines jüngeren Bruder Theo angewiesen war.

    Es gibt sicher ein paar gute Ansätze die für die meisten unter uns „Normalos“ funktionieren . „All eins sein“ soll nicht heissen das man dies unbedingt alleine schaffen muss.

    Mit freundlichen Grüssen,

    Kurt Kobain

  9. Carola D.02-26-2016

    Wow… zu später Stunde ein Artikel, den ich mit ins Bett nehmen werde. Ich glaube, wenn wir alle ein bisschen mehr allein sein würden, wäre einiges leichter. Dennoch kann man nicht so leicht aus seiner Haut und von dem weg, was man in seiner Kindheit gelernt hat… Besonders das unausgesprochene NEIN als Erwachsener zu lernen, ist unheimlich schwer und gleichermaßen unheimlich befreiend.
    Dank für diesen Text.
    c.d.

  10. Günter Sroka11-27-2016

    Einfach und schön

  11. Silvia03-01-2017

    „Zugehörigkeit aufgeben“??? Das ist genau das, woran heute die Gesellschaft krankt. Menschen haben keine Zugehörigkeit mehr. Das bedeutet den Tod jeglicher Kultur, die damit zum Aussterben verurteilt ist. Nein, wir sind nicht zum Alleinsein geboren. Menschen haben schon immer in Gruppen, Sippen gelebt, nur in diesen können ethische Merkmale wie Empathie und Liebe entstehen.

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