Häufig stellt sich die Frage, was eine bestimmte Aktivität für unser Fortkommen oder unser Ansehen bringt. So hoffen wir mit der Zeit, einen gewissen Status zu erreichen und Wohlstand anzuhäufen.

Wir folgen gerne der Logik, dass mehr Geld und stetiges Schaffen Sicherheit und Freude garantieren. Wenn das stimmt, sollte nach einigen Jahren der Anstrengung Zufriedenheit bei uns einkehren.

Ist dem nicht so, stellt sich die Frage, inwiefern Karriere, ein ansehnliches Konto oder Anerkennung helfen, das Leben zu genießen? Haben wir auf unserem Weg vielleicht etwas vergessen?

Das Verlangen nach Ansehen ist der Wunsch als etwas Besonderes anerkannt zu werden. Wir möchten großartig erscheinen und spüren das Verlangen, über andere emporzuragen.

Oftmals haben wir eine Vorstellung von dem, wie wir sein sollten. Diese Bild hat mit eigenen Wünschen, den Anforderungen unser Mitmenschen und den jeweiligen Wertvorstellungen zu tun.

Die Folge ist ein Erwartungsdruck an das eigene Leben. Unzufriedenheit und Druck resultieren oft aus dem Konflikt, was ich glaube sein zu müssen, und dem, wie ich wirklich bin.

Die Vorstellung, wir müssten erst die eigenen Wünsche realisieren, um glücklich sein zu können, führt notgedrungen zu permanenter Unzufriedenheit. Gestatten wir uns, einmal stehen zu bleiben.

Schnell macht sich beim Alleinsein Langeweile breit. Hinzu kommt womöglich Angst, zu spüren, da ist nur Leere in mir. Viel besser funktioniert die Strategie der Ablenkung. Da bin ich wenigstens beschäftigt und komme weniger ins Grübeln.

Ohne eine gewisse Form von Verwirrung entsteht meist nichts Neues. Um andere Wege einzuschlagen, brauchen wir Mut. Reduziere ich das tägliche Grundrauschen, schaffe ich die Möglichkeit, den Menschen kennen zu lernen, der ich wirklich bin.

Wir wandern nicht ziellos umher, um plötzlich zu Erwachen. Der Weg zu sich führt durch die Stille. Raum und Muße ermöglichen Begegnung und das Glück, zu sich selbst zurückzukommen.

Plötzlich können wir spüren, dass da ein ganz netter Mensch in uns wohnt. Das, was wir suchen, wohnt in uns.