Leider gibt es eine Vielzahl lohnenswerter Projekte, die über das Stadium des Träumens nicht hinaus kommen. Die meisten Vorhaben werden begraben, bevor überhaupt der erste Schritt erfolgt ist. Obwohl wir uns bereits im Leben bewiesen haben, kommen manche Pläne nicht so recht ins Rollen.

Was hindert uns daran, die eigene Fähigkeiten in die Welt zu tragen?

Perfektion ist oftmals nicht die Suche nach dem Besten, sondern die Beschäftigung mit dem nicht gut genug. Unser Stolz weigert sich, Kompromisse einzugehen. Einwandfrei zu handeln, ist uns wichtiger als Fortschritt.

Je höher wir unsere Erwartungen schrauben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit zu scheitern. Manchmal meinen wir auch, unser Leben radikal verändern zu müssen, um überhaupt den ersten Schritt machen zu können. Damit bauen wir uns bereits eine riesige Hürde auf.

Der innere Kritiker meldet sich gerne zu Wort, um uns mitzuteilen, was alles schief laufen kann. Zweifel und Ängste suggerieren uns: Das schaffst du nie. Manchmal scheint auch gar nicht klar zu sein, ob wir Angst vor dem Versagen oder Angst vor dem Erfolg haben.

Ein nicht zu unterschätzendes Konfliktpotenzial, bietet unser Umfeld. Da wird beim Thema Veränderung gerne die Notbremse gezogen. Veränderung? Nicht mit uns! Auch Neider und Heckenschützen nutzen ihre Chance. Frei nach dem Motto: Wenn ich schon meine Träume nicht leben kann, dann sollst du das auch nicht!

[pullquote2 quotes=“true“ align=“center“ variation=“orange“ cite=“Lew Tolstoi“]Die Kraft des Gedanken ist unsichtbar wie der Same, aus dem ein riesiger Baum erwächst. Sie ist aber der Ursprung für die sichtbaren Veränderungen im Leben des Menschen.[/pullquote2]

Wie es gelingt …

Veränderung kostet Energie. Daran führt erst einmal kein Weg vorbei. Routine hat den Charme, dass der Kraftaufwand aufgrund von permanenter Übung gering ist. Was wir kennen, geht uns leicht von der Hand. Doch Gewohnheit hat auch einen gravieren Nachteil. Mit der Zeit wird das Leben langweilig. Und das kostet auch Energie. Insofern ein guter Grund durchzustarten.

Pragmatik ist ein guter Ratgeber. Das Leben besteht in der Regel aus vielen kleinen Schritten. Bei jeder Vorwärtsbewegung lernen wir dazu und spüren, was für uns geht. Auch wenn wir unsere „Flugbahn“ nur geringfügig ändern, hat das einen großen Einfluss, je länger wir unterwegs sind. Um anzufangen, müssen wir zudem bereit sein, Dinge schlecht zu machen. Die ersten Schritte werden wahrscheinlich unbeholfen sein. Wir geben trotzdem unser Bestes. Das was zurzeit möglich ist.

Die Konzentration auf den eigenen Einflussbereich gibt Energie. Wir haben stets die Wahl, etwas zu tun. Ein Telefonanruf, eine kleine Recherche oder was auch immer. Belasten Sie sich bitte nicht auch noch mit den Befürchtungen anderer Menschen.

Entscheidend ist das Vertrauen in sich selbst. Wir profitieren in jedem Fall von unserer Reise. Realisieren wir unser Vorhaben, fühlen wir uns erfolgreich, bleiben wir unterwegs stecken, lernen wir dazu.

Startschuss

Sobald ich Veränderung für möglich halte, habe ich bereits den wichtigsten Schritt vollzogen. Mit meinem Ziel vor Augen fange ich an, nach Lösungen zu suchen. Damit ist der Status Quo beendet.

Freude entsteht auf dem Weg. Wie früher erschließen wir mit jedem Schritt Neuland. Indem wir Mut beweisen und uns besser kennenlernen, ist jeder Aufbruch auch eine Reise zu sich selbst. Und das ist meines Erachtens die wichtigste Motivation.