Früher oder später gelangen wir zu der Einsicht, dass unser Leben nur bedingt kontrollierbar ist. Die Gegenwart steht unseren sorgfältig ausgearbeiteten Plänen manchmal unvereinbar gegenüber. Zum Beispiel werden wir plötzlich krank, oder ein unerwarteter Streik der Fluglotsen verhindert unseren Abflug.

Die eigenen Grenzen akzeptieren

Die angeblich so sicheren Erfolgsformeln der Reichen und Sieger möchten uns natürlich etwas anderes suggerieren. Angeblich brauchen wir nur Schritt für Schritt ihren Anweisungen zu folgen, um die Erfolgsleiter zu erklimmen. Zweifelsohne können wir von anderen Menschen lernen, doch ändert das nichts daran, dass Pläne lediglich eine Absichtserklärung sind.

Gefühle aushalten

Wir wissen einfach nicht, was uns morgen erwartet. Und genau das macht vielen Menschen Angst. Mit Hilfe von Betriebsamkeit versuchen sie sich abzulenken, um sich nicht mit den eigenen Gefühlen auseinander setzen zu müssen.

Doch indem wir vor einem Problem weglaufen, lösen wir es nicht. Die Angst bleibt. Vielmehr stagnieren wir in unserer Entwicklung. Anstatt uns besser kennenzulernen, weichen wir aus. Wir schließen die Augen und hoffen, es sei alles in Ordnung.

[pullquote2 quotes=“true“ align=“center“ variation=“orange“ cite=“James F.Byrnes“]Zu viele Menschen denken an Sicherheit statt an Chancen. Sie scheinen vor dem Leben mehr Angst zu haben als vor dem Tod.[/pullquote2]

Mit scheinbaren Widersprüchen leben

Doch sind wir schwach, wenn die Dinge mal nicht so laufen, wie erhofft? Können wir nicht schwach und stark sein? Anstatt genauer hinzuschauen, investieren wir unsere Energie in den Widerstand. Doch weil wir uns gegen das Vorhandene auflehnen, entsteht eine innere Spannung.

Den Augenblick annehmen

Gerade das Annehmen der Angst bedeutet einen Entwicklungsschritt. Ich nehme den Augenblick mit all seinen Schattierungen war. So wie sie sich im Kino einen spannenden Film anschauen.

Innehalten ist nicht mit Passivität zu verwechseln. Indem unsere Sinne wach sind, sind wir aktiv. Wenn wir das Gefühl annehmen, wird es seinen Schrecken verlieren. Die eiserne Umklammerung der Angst wird sich lösen.

Oft wollen wir das Außen ändern, damit wir uns im Inneren besser fühlen. Doch damit erfolgt keine tiefgreifende Veränderung. Wachstum vollzieht sich vielmehr von Innen nach Außen. Je mehr wir uns auf eine Situation einlassen, desto besser lernen wir uns kennen. Wir gewinnen letztendlich etwas viel Größeres: Vertrauen in uns.

Und gerade dieses Selbstvertrauen lässt uns furchtloser agieren. Wir wissen weiterhin, dass wir nicht alles in der Hand haben. Doch die Erfahrung mit diesen Unwägbarkeiten umgehen zu können, macht uns stark.