Haben Sie sich schon einmal die folgende Frage gestellt: Was würde ich tun, wenn es mir egal wäre, ob ich Erfolg habe? Unser Verstand hat in der Regel schnell ein paar Antworten parat. „Ich muss doch Geld verdienen.“ „So ein Quatsch!“ „Ich kann doch nicht einfach machen, was ich will …“.

Meistens dauert es eine Weile, bis der Funke überspringt und die Gedanken zur Ruhe kommen. Plötzlich tauchen andere Empfindungen auf. „Ich hätte Lust, mal wieder zu tanzen.“ „Vielleicht könnte ich anfangen zu malen.“ „Indien war schon immer mein Traum.“

Die Stimme des Herzens

Je tiefer wir spüren, was sich in diesen kostbaren Momenten zeigt, um so weiter wird sich unser Herz öffnen. Wir gelangen zu Einsichten jenseits des relationalen Denkens und betreten Neuland.

Meines Erachtens geht es erst einmal gar nicht darum, ob wir diese Impulse gleich umsetzen können. Das achtsame Wahrnehmen steht zunächst an erster Stelle. Geben wir unseren verborgenen Träumen eine Chance.

Was würden Sie tun, wenn Sie keiner beobachtet? Was tun Sie, wenn Ergebnisse wie Erfolg und Ansehen unwichtig werden? Was passiert, wenn Sie aufhören, Anerkennung und Produktivität als Maßstab zu nehmen?

Oftmals bereitet uns das Tun wenig Freude, weil wir uns unter Druck setzen. Wir möchten in erster Linie nach Außen gut aussehen und vergessen darüber die Begeisterung. Malen kann zum Beispiel so eine Sache sein. Das Eintauchen in die Farben, seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen und die Freude am spielerischen Gestalten.

Vergessen wir für einen Moment was vernünftig ist und wagen, unseren Träumen zu begegnen. Es ist die große Chance, die eigene Individualität zu entdecken. Um besonders zu sein, müssen wir keine Höchstleistungen vollbringen. Vielmehr brauchen wir ein wenig Mut und Muße, um nach Innen zu schauen.

[pullquote2 quotes=“true“ align=“center“ variation=“orange“ cite=“Joseph Chilton“]Um ein Leben voller Kreativität zu leben, müssen wir unsere Angst vor dem Versagen ablegen.[/pullquote2]

Kreativität ist eine unerschöpfliche Energiequelle

Hören wir mit der Zeitverschwendung auf, andere von unserem Wert überzeugen zu wollen, dann stellen wir fest, wie viel mehr Energie übrig bleibt, den eigenen Reichtum zu entdecken. Wir finden auf einmal die Freude am Tun, die mehr Energie schenkt, als wir verbrauchen.

Weiterhin bin ich zuversichtlich, dass für die meisten „Träume“ in unserem Leben Platz ist. Dabei bilden kleine Schritte oftmals die Voraussetzung für große Veränderungen. Und was kann es schöneres geben, als die eigene Lebenslust abseits von Konsum und Selbstdarstellung anzutreffen?