Ein Vortrag von Evelyne Cöen mit freundlicher Genehmigung von Perspectiva.

Herzlich Willkommen,

ich freue mich, dass Sie dem lebendigen Leben noch nicht abgeschworen haben und hier an diesem Kongress zum Thema „Leben lernen“ teilnehmen. Ich will Ihnen keinen analytischen Beitrag vortragen. Keinen Fachbericht über das „Richtig leben“ abliefern. Ich will Ihnen auch keine neue Methode servieren. Keine neue Theorie, auch kein neues Prinzip. Die Buchhandlungen sind voll davon. Und trotzdem leben so wenige Menschen. Die meisten von uns sind ständig damit beschäftigt, die Regeln irgendeiner Schule zu erfüllen, ein Dogma, eine Methode oder ein Prinzip zu vertreten. Eine beliebte Beschäftigung ist auch die Jagd nach den drei Qs: dem IQ, dem EQ und dem SQ.

Ich will Ihnen um Himmelswillen nicht noch etwas Neues aufbürden! Denn der Wissenschaften gibt es genug, die leblos und perfekt wiedergegeben werden. Und die man auch noch beherrschen sollte! Hinter keinem Theoriegebilde kann das Leben gefunden werden, aber hinter all den Lehren lässt es sich so leicht verstecken. Da ich mich keiner Lehre, sondern dem praktischen Leben verschrieben habe und verpflichtet fühle, bin ich also hier mit mir selbst.

Und natürlich bin ich hier mit Geschichten und Beobachtungen von Menschen, die beschlossen haben, aufzuhören mit dem Nicht-Leben. Wenn Ihnen heute Ihre Lebensträume wieder begegnen sollten, dann ist es das Beste, was geschehen kann, um Sie Ihr eigenes lebendiges Leben spüren zu lassen. Sie daran zu erinnern, was Sie alle wissen: dass da noch viel mehr ist, als das, was wir leben.

In meinem Beratungszimmer besuchen mich täglich Menschen, die nicht aufgegeben haben, immer wieder über die Mauer des vorgeschriebenen Denkens und Seins zu schauen, und die beschlossen haben, nichts anderes mehr als ihr gelebtes Leben zu suchen. Die den Mut aufbringen, ihr Gefühl der Sehnsucht nach Lebendigsein zu äußern. Die, statt gehorsam sein zu wollen, wahr sein wollen.

Zudem konnten sie alle in ihrem bisherigen Leben mit niemandem über ihr abgestorbenes Lebensgefühl offen reden und wollen auch dies nun ändern. Vorerst noch nicht laut, draußen bei den Kollegen und Kolleginnen. Oftmals auch nicht mit ihren Lebenspartnern oder Eltern. Damit haben sie keine gute Erfahrungen gemacht.

Schon als Kinder nicht. Nein, vorerst still, und nicht selten verzweifelt, im Gespräch mit mir. Ihr Erfolg draußen ist oft groß, die Anerkennung gewährleistet und die soziale Einbettung gegeben. Und trotzdem aber – das Leben nicht spürbar. Sie ist diffus, diese Sehnsucht nach dem Leben. Aber sie ist immer wieder da. Vergraben, vergessen und doch so spürbar da.

Einmal im Leben so richtig leben

Es ist dieses Gefühl in uns, das uns immer mal wieder mahnt: Einmal im Leben so richtig leben! Was fühlen Sie? Jetzt gerade, wo Sie den Satz hören: Einmal im Leben so richtig leben! Kommt da jetzt spontan ein großer Seufzer, eine leise Wehmut? Oder vielleicht das Gegenteil, nämlich Freude und Lust? Ist das eher freudig oder eher traurig im Gefühl? Ist es ein Prickeln im Körper oder eine lähmende Leere?

Der erste Impuls

Behalten Sie Ihren allerersten Impuls dazu. Nehmen Sie ihn einfach wahr und bewerten und analysieren Sie ihn nicht. Benennen Sie ihn nicht. Nur einfach wahrnehmen. Schauen und fühlen.

So beginnt der Weg zur inneren Quelle, zur Intuition, zur Stimme unseres Herzens, die den Weg zu unserem eigenen Leben kennt. Auf diesen ersten Impuls folgt in Sekundenschnelle der zweite Impuls, und der überdeckt den ersten so gründlich, als hinge unser Leben davon ab. Aber so ist es ja auch. Darüber werde ich noch sprechen.

Den einen Impuls vom anderen unterscheiden zu können, braucht etwas Übung. Aber es ist der spannendste und lustvollste Lernweg, den ich kenne – obwohl wir diesen ganz persönlichen Lernweg oft lange suchen müssen, versteckt in der hintersten Ecke unseres Wesens. Vergraben unter all unserem angelernten Denken und Nicht-Mehr-Fühlen-Dürfen. Überwachsen und vergessen unter all dem Lern-Stoff, der uns eingetrichtert wurde seit dem ersten Schultag.

Dieser Lernweg in Richtung Lebendigkeit ist in keinem Lehrplan unserer Schulen und Universitäten enthalten. Es wäre höchste Zeit, dies zu ändern! Kinder – ließe man sie – würden diesen, nämlich ihren Weg, ganz natürlich finden. Kinder – ließe man sie – würden ihn uns vorleben, ganz natürlich. Aber Kindern wird diese tiefe Würde und dieses tiefe Wissen schon früh ausgetrieben. Bis auf einige wenige natürlich.

Diese wunderbaren mutigen Ausnahmen gibt es immer und überall. Wir aber, selbst Kinder dieser anerkannten Unterdrückung, dürfen heute diesen unseren Weg selber gehen und dieses unser Lernen selber gestalten. Das ist ja gerade das wunderbar Neue, aber auch das Schwere und Beängstigende daran. Denn das sind wir nicht gewohnt. Das haben wir nicht lernen dürfen.

Wehe, wir hätten unserer Intuition nachgeträumt und danach gehandelt! Wehe, wir hätten unseren Träumen Namen gegeben! Erinnern Sie sich daran, wie das bei Ihnen war? Wie hat Ihre Umgebung auf Ihre wahren Bedürfnisse und Ihre Tagträumereien reagiert? Wie auf Ihre großen Phantasien und Pläne? Mit Freude und Zeit? Mit Interesse und Förderung? Spüren Sie, was sich da prächtig entwickeln konnte?

Ja, da entwickelte sich schnell unser uns bestens bekannter zweiter Impuls, der dafür sorgte, dass wir nicht träumten und nicht herumschlenderten. Sondern vergruben, was in uns lebte. Wie wir das bewerkstelligen können, erklärte uns stets auch der zweite, uns eingebläute Impuls. Und er tut es heute noch. Was wir lernen mussten, war Leisten. Richtig leisten. Machen. Richtig machen. Dann machen, wenn die Zeit dafür vorgesehen war. Nicht in unserer Zeit, nein, in vorgeschriebener Zeit. Lernen. Das lernen, was vorgeschrieben war, nicht das, was aus Neugierde aus uns selbst drängte und darum so leicht hätte geleistet und gelernt werden können.

Das Wissen vergessen

Also, meine Damen und Herren, vergessen Sie am besten einen Moment lang Ihr angelerntes Wissen und Ihre fixen Vorstellungen, wie etwas zu sein hat oder nicht zu sein hat. Gerade für Sie, die Sie Fachleute auf Ihren Gebieten sind, wird dies eine echte Herausforderung.

Denn Ihr analytisch geschulter Geist erlaubt Ihnen ungern Spaziergänge auf unbekannten, unberechenbaren Wegen. Ihr Geist könnte das als unintelligent, sinnlos oder unlogisch taxieren. Der Zensuren sind da viele im Kopf. Nur bringen diese Ihnen nichts Neues.

Darum lade ich Sie ernsthaft ein, tauchen Sie ein in Ihr inneres Wissen. Dieses innere Wissen, das wir auch Intuition, erste Impulse oder Sprache des Herzens nennen können. Dieser innere rote Faden wird es sein, der Ihr anderes Wissen, das rationale und angelernte also, zur Hochblüte treiben wird.

Denn wenn Schulwissen einhergeht mit Herzenswissen, dann geschieht wahrhaft Veränderung. Das Gefühl vom Wahrsein, vom Lebendigsein stellt sich nicht ein, wenn wir uns innerhalb unserer ewig gleichen Denkschachtel bewegen, da braucht es schon den Sprung hinaus und im freien Fall hinein in unsere Intuition, die uns immer auffängt.

Ein Chemiker, der bei mir im Gespräch war, drückte es so aus: „Wenn ich denke, wozu meine Forschung dient, die ich heute betreibe, dann wird mir übel. Ich kann mich kaum noch selbst im Spiegel betrachten. Ich nutze mein großes Wissen für eine letztendlich lebenszerstörende Forschung. Und ich weiß das! Meine innere Stimme sagt es mir täglich. Sie lässt mir keine Ruhe. Meine andere Stimme aber weiß genau: Wenn ich forschen möchte an dem, was längst in mir lebt und sinnvoll wäre, und das laut mitteile, dann bekomme ich keine Forschungsgelder, geschweige denn noch Arbeit. Und in diesem Spannungsfeld von Selbstbetrug und Betrug sterbe ich ab.“

Er wollte endlich springen. Er wollte sein universitäres Wissen mit seinem Herzenswissen verbinden, wie das eigentlich ganz natürlich wäre. Aber er sah keine Möglichkeit, das in Realität umzusetzen.

Ein anderer Klient brachte dieses Dilemma für sich und so viele andere auf den Punkt: „Ich bin erfolgreich, bin angesehen, verdiene viel Geld als Chefarzt, habe eine hochkomplexe, interessante Arbeit, und mache diese Arbeit auch gut. Ich leite ein Spital, mit einem enormen Pensum an Arbeitszeit. Trage große Verantwortung. Genieße die Macht und die hohe Anerkennung, die mir entgegengebracht wird. Mein Status ist mit Privilegien verbunden, an die ich mich gewöhnt habe. Ich lebe in einem schönen Haus mit einer lieben Frau, die ebenso wie ich ein Unternehmen leitet. Wir können uns jede Reise leisten und trinken nur den besten Wein.“

Auch ein Mann, der voll im Leben steht, der es geschafft hat, wie man so schön schrecklich sagt. Er aber fuhr weiter: „Ich weiß, ich habe alles, aber trotz alledem fühle ich in mir einen enormen Verlust an Lebensqualität. Ich fühle mich nicht mehr. Ich funktioniere. Habe kaum Zeit für die Patienten, geschweige denn für mich und meine Frau. Ich sehne mich nach Zeit, wenn ich sie aber mal habe, weiß ich nichts mit ihr anzufangen. Wenn ich an mein Leben denke, dann ist da trotz meines großen Prestiges eine Leere. Wozu das alles? Ist dieses gehetzte Dasein mein Sinn? Oder bin ich undankbar? Sollte ich zufrieden sein, mit dem was ich habe?“

Leise, fast beschämt fuhr er weiter: „In mir ist immer wieder eine Sehnsucht nach dem Ausbrechen. Manchmal träume ich sogar davon, einfach etwas völlig anderes zu tun. Ich träume davon, Zeit zu haben, die Jahreszeiten wieder zu spüren und zu erleben. Oder ich erinnere mich, dass ich doch eigentlich Musik studieren wollte. Aber in der Familie war es beschlossene Sache, dass ich Arzt, wie mein Vater und Großvater, werden sollte.

Ich bin heute zwar gerne Arzt, und trotzdem, das Gefühl der Unzufriedenheit bleibt. Etwas treibt mich. Diese Gedanken aber machen mir Angst. Würde ich ihnen tatsächlich nachgehen und sie ernst nehmen, dann fürchte ich, alles, was ich mir erarbeitet habe, zu verlieren. Ich glaube ins Nichts zu fallen. Und doch: Ich bin jetzt 48 Jahre alt und deprimiert, wenn ich daran denke, dass das jetzt mein Leben war.

Ich möchte leben! Nicht etwa das Leben, das mir anerzogen wurde! Nein, frei und lebendig leben! Dieses unvergleichbare Gefühl von Leben spüren, das ich tief in mir ahne. Danach suche ich, das bewegt mich. Das lässt mich warm ums Herz werden und in meinen Gedanken höchst mutig und kreativ in meinen Träumen schwelgen, die ich nicht auszusprechen wage. Aber wenn ich es nicht endlich wage, mein Leben, dann habe ich es nie wirklich gelebt.“

Er war in diesem Moment der Klarheit und tiefen Verbundenheit sehr nahe bei sich selbst und gerade dadurch in eine große innere Spannung geraten. Er befand sich in einem inneren Widerstreit zwischen dem ersten Impuls oder der Stimme, die da sagt: „Ich möchte doch so gerne leben, wie es mir entspricht“, und dem zweiten Impuls, seiner Gegenstimme, die mahnt: „Ich darf das nicht. Wenn ich das täte, bräche alles zusammen, es wäre ein Fall ins Nichts. Ich hab doch alles, was also will ich mehr!“

Ein Hin und Her und Ja und Nein, oft bis zur Erschöpfung. Und so erschöpft und leer wirkte er auch. Aber dieses Leiden war er gewohnt. Damit hatte er gelernt umzugehen. Seit Kindertagen, als seine Sensibilität in ein Erwartungskorsett gestopft wurde. Das hielt er aus – bis heute. Nach außen hin gut, wie Sie gehört haben. Es hätte ihn das Leben gekostet als Kind, hätte er nicht ausgehalten, was ihm aufgebürdet war. Als erwachsener Mann nun kostet es ihn sein gelebtes Leben, dieses sein Aushalten und Verbleiben im Korsett der Erwartungen anderer.

Leben nicht aushalten, sondern leben

Er hatte nicht gelernt, seinem inneren Gefühl zu folgen. Seiner Stimme zuzuhören, seinen ersten Impuls wahrzunehmen und ihm nachzugehen. Aber nun wollte er es. Und das zählt! Er wollte aufhören, das auszuhalten. Er wollte das Leben nicht aushalten, sondern leben.

Von diesem Lernweg spreche ich. Er ist geboren aus einer inneren Notwendigkeit. Und wir werden krank, aggressiv, depressiv, gewalttätig, ganz subtil, oder sichtbar direkt, leben mit Leiden statt mit Freuden,
wenn wir nicht beschließen, unseren Geist und unsere Konzentration auf unsere wahren Bedürfnisse zu lenken.

Immer wieder und immer wieder aufs Neue. Bei jeder Gelegenheit. Wenn wir uns selbst nicht diskriminieren und beurteilen, sondern für uns selbst eine neugierige, mitfühlende Haltung einnehmen, entdecken wir ganz natürlich unseren Weg. Und damit auch unseren roten Faden, an den wir uns halten können, durch alle Wirren hindurch.

Und es spielt überhaupt keine Rolle, an welchem Platz Sie gerade stehen. Jeder Platz ist genau der richtige Platz. Sie können überall und sofort damit beginnen. Es gibt keine äußere Struktur, an der Sie sich da halten könnten oder müssten.

Hier geht es um Freiheit. Innere wie äußere. Im Wahrnehmen und Ernstnehmen unserer momentanen Bedürfnisse, unseres momentanen Gefühls, unseres gerade im Moment gespürten Wissens entdecken wir, was getan werden kann und muss. Wir entdecken plötzlich die Wahl, die wir glaubten verloren zu haben.

Die Wahl

Die 15-jährige Sandra hatte diese Wahl bereits verloren. Sie musste sich schon in ihren jungen Jahren fürs Aushalten entscheiden. Weil sie keine andere Alternative je kennengelernt hat. Und Sandra ist in bester Gesellschaft damit.

Sie fühlte sich in der Schule und im Elternhaus im Stich gelassen und rettete sich, indem sie aushielt, was gefordert wurde. Ich lernte sie an einem meiner Schul-Projekttage zum Thema Gewalt und Vorurteile kennen. Es waren über 100 Schüler und Schülerinnen, die über ihre Erfahrungen sprachen.

Sandra war still, unauffällig und angepasst. Die Lehrer hatten nichts an ihr zu beanstanden. Ihre Eltern, beide Akademiker, erwarteten von ihr gute Noten. Mehr nicht. Aber auch nicht weniger. Die Schüler wählten aus vielen farbigen Blättern eines aus, und zogen verschiedene Satzanfänge, die sie beenden konnten.

Auf Sandras Blatt stand: „Die Schule macht mich….“ Es verging kaum eine Sekunde und schon schoss es aus dem Mädchen heraus:

„Die Schule macht mich aggressiv, depressiv und krank. Mich interessiert nichts von dem, was ich lernen muss. Ich hasse es! Aber ich habe aufgegeben, mich dagegen zu wehren, ich habe aufgegeben zu sagen, was ich wirklich fühle und möchte, ich will nur noch bis aufs i-Tüpfelchen genau gesagt bekommen, was ich wie zu lernen und zu tun habe. Damit kriege ich gute Noten und habe meine Ruhe vor den Eltern und den Lehrern. Die sind dann zufrieden.“

Lehrer wie Mitschüler waren vollkommen perplex! So etwas kam aus der stillen und guten Schülerin Sandra! Auf meine Frage, wie es ihr dabei gehe, antwortete sie: „Miserabel!“ „Und was tust du, wenn es dir miserabel geht?“ „Ich schlage auf mein Kopfkissen ein, und wenn das nichts mehr nützt, schlage ich meinen kleinen Bruder. Der schreit dann so schön laut.“

Sandra hatte aufgegeben, ihre Gefühle und Wünsche mitzuteilen. Die Schreie ihres Bruders sind Ersatz für ihre eigenen nicht ausgedrückten Schreie geworden. Sandra äußerte keine Träume. Und dafür bekam sie gute Noten und Anerkennung.

Sandra verbot sich selbst, bereits in ihrem jungen Leben, auf ihre innere Stimme zu hören. Diese lebenserhaltende Stimme, die wohl rebelliert hätte und gezeigt hätte, wie elend sie sich unter dem Erwartungsdruck fühlt. Sie vergrub sie und wird sie mit den Jahren vergessen.

Können Sie sich ihr weiteres Leben vorstellen? Irgendwann wird sie resigniert feststellen: Ich habe nicht gelebt. Aber viel geleistet.

Wenn aber dieses Bewusstsein sich meldet, ist die Chance sofort wieder da!

[fancy_link link=“https://leben-ohne-limit.com/3378/gelebtes-leben-ist-ansteckend-ungelebtes-auch-teil-2/“ variation=“black“]Gelebtes Leben ist ansteckend. Ungelebtes auch. Teil 2/2[/fancy_link]

Dieser Vortrag wurde von Evelyne Cöen gehalten im Rahmen der Basler Psychotherapietage 2000, veranstaltet von perspectiva, Basel.

[fancy_link link=“http://www.cross-roads.ch/“ target=“blank“ variation=“black“]Evelyne Cöen[/fancy_link]
[fancy_link link=“http://www.perspectiva.ch/“ target=“blank“ variation=“black“]perspectiva[/fancy_link]