Bewundern Sie manchmal Profis, die mit einer scheinbaren Leichtigkeit ihrer Aufgabe nachgehen? Zum Beispiel einen Roger Federer, der die schwierigsten Bälle gekonnt retourniert. Selbst wenn ein Match mehrere Stunden dauert, scheint ihn das nicht aus der Ruhe zu bringen.

Über welche Fähigkeiten und Kräfte verfügen diese Menschen? Warum gelingen uns nicht solche Bravourstücke? Wäre es nicht auch schön, eine Sache so richtig gut zu beherrschen und sogar berühmt und erfolgreich damit zu werden?

Der Preis für Perfektion

Zwischen uns und den Stars steht vor allem eine Zahl: 10000 Stunden. Wenn Sie 10 Jahre lang jeden Tag ungefähr 3 Stunden üben, dann verfügen Sie aller Wahrscheinlichkeit über herausragende Fähigkeiten in Ihrer Disziplin. Die Ursache für Perfektion ist laut vielen Forschern in erster Linie Ausdauer und Kontinuität. Üben, üben und nochmals üben. Das was so leicht aussieht, resultiert aus harter und leidenschaftlicher Anstrengung.

Der göttliche Funke erlischt

Die wenigsten bringen diese Begeisterung, oder soll ich sagen Besessenheit, auf. Vor allem nicht, wenn es in erster Linie um Ruhm und Eitelkeit geht. Es geht beim Trainieren nicht um stumpfes Wiederholen. Wer seit Tun nicht als Passion versteht, wird diesen Marathon nicht durchstehen. Genauso wichtig wie das Üben ist unsere Einstellung. Nur wenn wir mit ganzem Herzen und voller Konzentration dabei sind, erreichen wir das scheinbar Unmögliche.

Der göttliche Funke in Form von Talent und Begabung erlischt. An seine Stelle treten Motivation und Ausdauer. Das bedeutet: Menschen können, was sie können wollen. Deswegen sind wir natürlich nicht allmächtig. Vielmehr liegt es an uns, eine oder zwei Neigungen zu trainieren und auszubauen.

Fehlstart

Menschen können viel mehr erreichen, als sie glauben, weil Talent eine untergeordnete Rolle spielt. Der Glaube, Begabung sei die Voraussetzung für Höchstleistungen, lässt viele gar nicht erst beginnen. Und das ist das eigentlich traurige an der Sache. Gar nicht erst an den Start zu gehen.

Training ist kein leichter Weg

Gerne wird uns von Ratgebern in Sachen Erfolg weisgemacht, dass wir nur ein paar Tricks anwenden müssen, um vorne mitzumischen. Natürlich können wir von anderen Menschen lernen, die vielleicht einen ähnlichen Weg gegangen sind.

Doch das ändert nichts daran, dass wir unsere eigenen Erfahrungen machen müssen. Ich werde nicht gut Tennisspielen, nur weil ich ein Übungsbuch von Roger Federer lese. Er kann mir natürlich sagen, woran es beim Training ankommt. Doch das Üben kann mir niemand abnehmen.

Eine wunderbare Reise nimmt ihren Lauf

Das stetige Wiederholen und freudige Ausprobieren hat meines Erachtens allerdings noch eine viel größere Bedeutung. Der Augenblick, in dem wir beginnen, das zu tun, was uns am Herzen liegt, ist der Beginn einer wunderbaren Reise. Wir lassen uns auf einmal von dem leiten, was uns berührt und bringen so Freude in unser oder sogar in das Leben anderer. Sei es, dass wir Malen, einen Blog verfassen, ehrenamtlich Arbeiten, Basteln, Tennis spielen oder was auch immer.

Lassen Sie uns deshalb an den Start gehen. Einzig die Freude an der Sache und Ausdauer zählen. Und indem wir unsere eigene Begeisterung zeigen, erlauben wir unwillkürlich allen anderen, auch ihr Bestes zu geben.