Der Artikel ist ein Auszug aus dem Buch „Das innere Spiel: Wie Entscheidungen und Veränderung spielerisch gelingen“ von Prof. Kurt Völkl und Dr. Heinz Peter Wallner erschienen im Verlag BusinessVillage. © BusinessVillage

Dr. Heinz Peter Wallner ist Change Berater, Führungskräfteentwickler und Coach. Mit seinem Beratungsunternehmen Wallner & Schauer betreibt er ein Büro in Graz und in Wien. Seine langjährige Erfahrung aus vielen Change-Projekten und aus der Arbeit an der ganzheitlichen Entwicklung von Menschen fließt in seine Sachbücher und in seinen Blog ein. Er versteht sich als Wegbegleiter in Zeiten der Veränderung.

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Kurt Völkl ist Generaldirektor einer österreichischen Sozialversicherung, Lehrender an der Karl-Franzens-Universität Graz und Sachbuchautor. Er ist seit 20 Jahren in Top-Managementpositionen mit Veränderung konfrontiert. In dieser Zeit hat er zahlreiche Change-Projekte und Führungsentwicklungsvorhaben umgesetzt. Gemeinsam mit dem Co-Autor ist er Entwickler des „train the eight“-Veränderungsmodells.

Widersprüche machen lebendig

Unsere Welt verlangt nach Entscheidungen. Das macht unser Leben manchmal schwierig, weil wir immer Entscheidungen treffen müssen, auch dann, wenn uns alle Grundlagen dafür fehlen. Werfen wir also von Zeit zu Zeit eine Münze und lassen den Zufall entscheiden. Die zwei Seiten einer Münze sind ein Symbol für das Leben an sich. Jede Situation birgt eine Chance und ein Risiko, jede Veränderung bringt Gutes und Schlechtes, jeder Mensch kennt in sich eine helle und eine dunkle Seite. Alles im Leben passiert zwischen zwei Polen wie auch die ganze Welt dem Einfluss des Magnetfeldes, das sich zwischen Nord- und Südpol aufspannt, ausgesetzt ist.

Das prägt uns Menschen und unser Empfinden in der Welt. Wir erleben unser Leben gegensätzlich und diesen Gegensatz nennen wir Polarität. Im täglichen Leben begegnet uns Polarität auf Schritt und Tritt, sie lässt uns nie ausruhen und fordert uns ständig. Wenn Sie einen guten Job haben, aber dennoch eine gewisse Unzufriedenheit verspüren, kann Ihnen plötzlich eine neue Option, eine neue Chance, ein neues Angebot zufallen. Einfach so. Und dann spüren Sie, was Polarität aus Ihrem Leben macht. Das Alte und das mögliche Neue stehen einander gegenüber und fordern Sie heraus. Es braucht eine Entscheidung. Im Zustand vor der Entscheidung spüren Sie die Unruhe.

Sie wälzen sich im Bett hin und her, sie reden mit Freunden, sie schwanken in Gedanken wie das Pendel einer Uhr zwischen den Möglichkeiten. Ticktack, ticktack, aber noch ohne klares Bild. Sie sind in diesem Zustand der Nicht-Entscheidung in einem »Übergangsraum«. Sie sind nicht mehr ganz hier, aber noch lange nicht dort. Sie stehen zwischen den Möglichkeiten und fühlen sich in Aufregung versetzt und unruhig. Erst nach einer Entscheidung kommen Sie wieder in den positiven Fluss des Lebens. Die Dinge klären sich.

Aber egal, welche Entscheidung Sie auch getroffen haben: Alleine die zusätzliche Möglichkeit, die sich aufgetan hat, erzeugt eine Polarität, die Sie noch lange begleiten wird. Der alte Job ist nämlich mit vielen Vor- und Nachteilen verbunden und der neue ebenso. Und vollkommen unabhängig davon, wie Sie sich entschieden haben, sie müssen etwas zurücklassen. Mit jeder Entscheidung treffen Sie bewusst eine Auswahl für etwas und gegen etwas anderes. Jede Entscheidung zwingt Sie dazu, etwas hinter sich zu lassen.

Widersprüche des Lebens

Es sind aber nicht nur die Alltagssituationen, die uns mit Gegensätzen konfrontieren. Polaritäten ziehen sich durch unser gesamtes Leben als ein Spiel von Licht und Schatten. Geburt und Tod, Mann und Frau, Werden und Sein sind Gegensätze des Lebens. Kein Mensch entkommt ihnen. Manchmal erleben wir Stabilität im Leben. Wir fühlen uns aufgehoben und in Sicherheit, weil es das Leben gut mit uns meint. Die Dinge haben sich eingependelt, die Beziehung gibt uns Kraft und Ruhe, die Kinder entwickeln sich erfreulich und der Beruf gibt Grund zur Zufriedenheit. So einen Zustand wollen wir »bewahren«, es darf alles so bleiben. Doch das Leben ist im Fluss und wir sind mittendrin.

Nach einer Phase der Stabilität beginnt an irgendeinem Zipfel des Lebens plötzlich ein Wandel. Etwas Neues dringt in unser Leben ein und sorgt für Unruhe, beispielsweise eine unerwartete Erbschaft. Oder es passiert etwas, das so nicht hätte passieren dürfen. Wir verlieren etwas, das uns heilig und wertvoll war. Eine Krankheit, der Verlust eines Menschen, ein Misserfolg oder eine andere Störung kann unsere Stabilität gefährden. Was bis heute stabil war, beginnt plötzlich zu wanken.

Der Phase der Stabilität folgt eine instabile Phase, die voller Veränderungen steckt und von uns viel Energie abverlangt. Wir wissen in diesen Phasen nie, was uns hinter der nächsten Tür erwartet. Es kann, mit etwas Glück, besser werden, oder es kann nachher schlechter sein als zuvor. Was oben ist, kommt wieder nach unten, was unten ist, kommt wieder nach oben. Einige unter uns erleben erstaunlich lange stabile Phasen und wirken auf uns als Menschen, die ruhig und sicher mit beiden Beinen im Leben stehen.

Es will uns scheinen, das ständige Auf und Ab sei bei uns öfter zu Gast als bei den Nachbarn oder den Arbeitskollegen. Aber seien Sie beruhigt: oft verbirgt sich hinter den Masken der Stabilität eine ziemliche Unruhe. Wir sitzen alle im selben Boot – alle befinden wir uns zwischen den Polen und diese Pole beanspruchen uns alle gleich.

Der Wechsel zwischen Zeiten der Stabilität und der Instabilität pumpt uns voll mit Leben. Das ist nicht immer angenehm, aber am Ende des Tages das Beste, was uns passieren kann. Wir sind gezwungen, unsere Komfortzone zu verlassen und an unserer Entwicklung zu arbeiten. Es gibt den Ausspruch: An der Grenze entsteht Energie. Und es ist tatsächlich so. Seien wir dankbar für die Störungen und Instabilitäten, weil sie uns mit Energie aufladen und an die Grenzen führen, wo wir uns wirklich weiterentwickeln können.

Die stabilen Phasen mögen sich gut anfühlen, aber Entwicklung passiert hier nicht. Sie bleiben in diesen »Wohlfühlzeiten« immer die Person, die Sie schon waren. Es mehren sich nur Ihr Erfahrungsschatz und die Anzahl der Gewohnheiten, die Sie durch das Leben bringen. Denken Sie auch an die Evolution. Die großen Schritte der Entwicklung hat das Leben immer in Zeiten großer Störungen durchlaufen. Es brauchte einen riesigen Asteroideneinschlag, um die Ära der Dinosaurier zu beenden und den Siegeszug der Säugetiere zu ermöglichen.

Das wirkliche Leben spielt sich also in einem »Raum der Gegensätze«, einem »Raum der Widersprüche« ab. Wir pendeln zwischen den Polen. Widersprüche gehören zum Leben. Wir können sie als Lebensprinzip anerkennen. Und diese Widersprüche nehmen wir überallhin mit und übertragen sie in jede unserer Rollen im Leben. Sei es nun die Rolle als Mensch in einer Beziehung oder die Rolle, die wir im Berufsleben einnehmen. Das kann eine Führungsrolle sein. Und wie wir alle wissen, ist die Führungsarbeit von sehr intensiven Widersprüchen betroffen. Sobald Sie eine solche Rolle annehmen, stehen Sie im Raum der Widersprüche. Sie sind nicht mehr Teil des Teams, sondern müssen die Leitung übernehmen, Sie stehen zwar hinter dem Team, aber Sie vertreten die Interessen der Organisation. Und alleine hier ist der Widerspruch täglich spürbar.

Widersprüche bieten uns abwechselnd heiße und kalte Duschen an, sie spielen mit unseren Gefühlen und bringen uns nicht selten an die Grenzen des Erträglichen. Dennoch sind sie Teil unseres Lebens, sie sind nicht wegzudenken und wir brauchen sie. Und warum? Ganz einfach: Ohne Widersprüche, ohne Gegensätze, ohne Pole ist keine Entwicklung in Sicht. Gegensätze treiben uns an, sie versorgen uns mit Energie, die Lernen und letztlich Leben ermöglicht.

Wechselbäder des Lebens

Kaum ein anderes Wechselbad beeinflusst unser Leben derart stark wie das »Bewahren und Verändern«, das »Sein und Werden«. Was ist nun gut für uns? Ist es besser, das Erlangte zu bewahren und im »Sein« zu verweilen, oder ist es besser, sich der Veränderung hinzugeben und ständig zu »werden«? Dies ist eine der großen Fragen im Leben jedes Menschen und wir spüren, eine Entscheidung können wir nicht so einfach treffen. Beides ist sowohl gut als auch schlecht und abhängig vom Zeitpunkt im Leben und unserer Perspektive, die wir einnehmen.

Nun zählen aber Fragen, die wir nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten können, nicht gerade zu unseren Lieblingsfragen. Viel angenehmer ist es, wenn wir mit rein logischen Fragen konfrontiert werden und letztlich eine Ja- oder Nein-Antwort zielsicher geben können. Wenn wir »ja« oder »nein« sagen, ist die Welt in Ordnung, wir fühlen so etwas wie Stabilität und Sicherheit mitten im Ungewissen. Wenn wir aber »vielleicht« sagen müssen oder uns das gut bekannte, »Ja, aber« einfällt, wird es schwieriger.

Wenn wir uns die Mühe machen und vor einer Entscheidung etwas in die Tiefe gehen, werden wir eines sehr schnell feststellen: Es gibt überhaupt keine wichtige Frage in unserem Leben, auf die eine einfache Ja- oder Nein-Antwort die richtige Wahl wäre. Sie sind skeptisch? Was ist mit diesen Fragen: Wollen Sie noch ein Glas Wein? Nein, danke. Dürfen wir unser Geschäft jetzt abschließen? Ja, bitte. Sind wir zu einer guten Vereinbarung gekommen? Ja, unbedingt. Es geht also doch? Wir brauchen diese Sicherheiten, die aus einfachen Ja- oder Nein-Antworten resultieren. Aber diese Sicherheit ist nur Schein, eine Täuschung, eine Selbst-Irreführung unseres Geistes. Warum das so ist?

Es gibt verschiedene Entscheidungen

Wenn wir etwas entscheiden müssen, dann haben wir meist zwei Möglichkeiten. Wir können beispielsweise etwas kaufen oder nicht, wir können uns zwischen dem blauen und dem grauen Mantel entscheiden. Manchmal stehen wir vor wesentlich mehr Optionen. Wenn diese Optionen – das sind unsere Möglichkeiten, die zur Wahl stehen – für unser Leben nicht besonders wichtig sind, dann nennen wir die Entscheidung eine »taktische«. Wenn wir uns im Laden vier verschiedene Kleidungsstücke ansehen und eine Entscheidung gefällt werden muss, weil das Budget für alle vier nicht reicht, dann ist das eine taktische Entscheidung. Es mag uns im Augenblick wichtig vorkommen, hat aber für unser Leben keine große Bedeutung.

 


bei Amazon anschauen

 

Es gibt aber Situationen, da verlangt das Leben von uns eine wirklich wichtige Entscheidung. Wenn Sie in einer Beziehung stehen und einen anderen Menschen kennenlernen, dann stehen Sie vor einer wichtigen Entscheidung für Ihr Leben. Oder wenn Sie einen guten Job haben und ein weiteres Angebot bekommen. Wir verlassen das Feld der taktischen Fragen und erreichen die Sphäre der »strategischen Fragen«. Eine Frage ist strategisch, wenn die Entscheidung längerfristige und erhebliche Auswirkungen auf unser Leben hat.

Solche Fragen rühren in einem Topf, in dem das Leben eine Suppe mit den Zutaten »Bewahren und Verändern« für uns kocht. In dieser Suppe liegt die Würze des Lebens. »Bewahren und Verändern« trifft uns immer mitten ins Herz. Können wir zwischen »Bewahren und Verändern« eine Ja-Nein-Entscheidung treffen? Wenn wir alles extrem vereinfachen, dann ja. Wenn wir aber die »Komplexität des Lebens« wahrnehmen wollen, dann funktioniert das nicht mehr.

Wir treffen bei der Frage »Bewahren oder Verändern« erneut auf einen Widerspruch. Diese Frage wird vielleicht nur selten direkt ausgesprochen, genauer betrachtet, steckt sie jedoch in fast allen wichtigen Lebensproblemen. Etwa in der Frage des Jobwechsels. Es geht hier im Wesentlichen um die Frage, ob Sie lieber bewahren, was sie derzeit vorfinden, oder ob Sie sich einer Veränderung aussetzen wollen. »Ja oder Nein« passt hier nicht als Antwort, weil es keine richtige und keine falsche Entscheidung gibt. Es ist weder richtig noch falsch, im alten Job zu bleiben, genauso wie es weder richtig noch falsch ist, einen neuen Job anzunehmen. Viele Gründe sprechen für die eine und viele Gründe sprechen für die andere Option. Was sich am Ende und nach einiger Zeit als gute oder schlechte Entscheidung herausstellt, ist zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht mit Sicherheit zu sagen.

So erleben wir viele Fragen im Leben als »Polaritäten« und wir müssen uns mit widersprüchlichen Argumenten befassen. Es spricht viel für das eine, aber auch viel für das andere. Beide Seiten könnten gut für uns sein und beide Seiten scheinen richtig oder ebenso falsch zu sein. (Mehr über verschiedene Arten von Entscheidungen präsentieren wir in Kapitel 5 Am Punkt der Entscheidung).

Der Widerspruch als Aporie

Für Aristoteles war Aporetik die Kunst, unlösbare oder schwer zu lösende Probleme zu durchdenken und zu erörtern, eine eigene Forschungsmethode (Wikipedia). Die intensive Herausarbeitung von Widersprüchen war für ihn somit ein Weg zur Erkenntnis. Mit dem Widerspruch zwischen »Bewahren und Verändern« haben wir eine der ganz großen Fragen der Menschheit vor Augen. Herbert Pietschmann, einer der wenigen modernen Universalgelehrten, ist dieser Frage intensiv nachgegangen (Pietschmann 2002). Er stellt den Bezug zum griechischen Philosophen Sokrates her und lässt uns begreifen, wie bedeutsam diese Frage für unser gesamtes Leben ist. Er nennt die Situation, in die wir kommen, wenn wir zwischen »Bewahren und Verändern« zu entscheiden haben, eine Aporie, eine Ausweglosigkeit. Eine Aporie ist somit ein erkennbarer nicht lösbarer Widerspruch und diese Erkenntnis bringt uns in vielen Fällen viel weiter, als die verzweifelte Suche nach einer Auflösung oder einem Ausgleich im Sinne einer goldenen Mitte.

Wir befinden uns in einer Aporie, wenn wir an einem Punkt im Leben eine Entscheidung zu treffen haben, aber eine solche nicht sicher treffen können. Für beide Seiten finden sich nachvollziehbare und schlüssige Argumente und beide sind wahr oder falsch. Gleichzeitig sind die beiden Positionen voneinander abhängig, ohne die eine gibt es die andere nicht. Die Auslöschung einer Seite löscht auch die andere in ihrer Bedeutung aus. Logischerweise lässt sich eine Entscheidung in solchen Situationen nicht herbeiführen. Die Aporie führt uns das eigene Nichtwissen vor Augen, sie setzt unsere zweiwertige »Richtig-falsch«-Logik außer Kraft, das »Entweder-oder« wird durch ein »Sowohl-als-auch« ersetzt. Jetzt sind wir mitten im Leben – genau zwischen den Polen.

Es sind gerade die Aporien, die unser Leben spannend machen, sie sind das Salz in der Suppe, das Prickeln, das unser Leben lebenswert macht. Aber die Aporien sind auch unsere Geißel, weil sie uns den meist sehr unbeliebten Widerspruchsraum im Leben eröffnen. Widersprüche sind uns im Leben so lästig wie ein Schwarm von Mücken. Es gibt nur eine innere Tendenz, nämlich sich der Mücken zu entledigen. Den gleichen Umgang pflegen wir mit Widersprüchen. Widersprüche lassen uns nicht ruhen, wir werden zu Getriebenen, die unaufhörlich versuchen, den Widerspruch aufzulösen.

Gelingt es uns nicht, nennen wir es ein Dilemma, eine ausweglose Situation und wir erstarren angesichts unseres Nichtwissens und unserer Unfähigkeit, die Sache endlich zu bereinigen. Wir wünschen uns nur, die Belastung möge von uns abfallen, darum ringen wir dann jede Minute. Nur: Sie fällt nicht ab. Entscheiden wir uns aber doch für das eine und gegen das andere, dann erfreuen wir uns nur kurzfristig an der Lösung, weil sich der Widerspruch von einer anderen Seite her wieder zeigen wird. Das Problem setzt dann eine seiner vielen Masken auf und erschreckt uns hinter der nächsten Ecke erneut.

Wir erfahren das als Menschen häufig in unseren Beziehungen. Wenn wir uns zwischen zwei Menschen entscheiden müssen, gibt es kein richtig und kein falsch. Sobald wir eine Entscheidung treffen, kommen wir in den Fluss des Lebens. Die Dinge nehmen ihren Lauf und die Entscheidung scheint trotz der Schmerzen eine gute zu sein. Aber auch in der neuen Beziehung erfahren wir wieder und wieder die alten Problemmuster. Unsere Probleme aus der einen Beziehung begegnen uns in der neuen in ähnlicher Form. Der Widerspruch zwischen »Bewahren und Verändern« zeigt sich dann erneut. Vielleicht sind wir besser beraten, wenn wir den Widerspruch nicht durch eine Entscheidung zu lösen versuchen, sondern lernen, mit dem Widerspruch zu leben.

Natürlich sollen wir im Leben immer wieder Entscheidungen treffen. Auch dann, wenn sie zu keiner Verbesserung führen, tauchen sie uns in das wahre Leben ein. Wir gehen an die Grenzen, tanken Energie und fühlen uns dem Leben verbunden. Wir sollten aber wissen und verinnerlichen, mit solchen Entscheidungen die Widersprüche in unserem Leben nicht auflösen zu können. Sie sind nämlich ein Teil unseres Lebens und unserer Welt, sie sind ein Teil von uns.

Das Gute am Widerspruch

Widersprüche sind gut für uns und für unsere Entwicklung. Nur wenn wir uns mit Widersprüchen und ihren Extremen – ihren Polen – ernsthaft auseinandersetzen, erhalten wir ein vollständiges Bild der Welt. Ein Mensch, der bemüht ist, immer nur auf der bequemen Seite des Lebens zu agieren und der seine Grenzen nicht sucht, dem wird ein Teil seiner selbst verborgen bleiben. Wer sich dem Pol des Bewahrens voll und ganz verschreibt und jede Veränderung ausschließt, der wird ein langweiliges Lebens führen. Erst eine unvorhergesehene Situation verhilft uns dann dazu, den anderen Pol zu erkennen. Da diese Veränderung unter Zwang erfolgt, ist sie oft mit großen Schmerzen und viel Leid verbunden. Wir plädieren daher für ein bewusstes Leben im Widerspruchsraum. Erkunden Sie beide Pole, lassen Sie sich auf Zeiten der Veränderung ein und genießen Sie danach eine Phase des Bewahrens.

BusinessVillage ist der Verlag für die Wirtschaft. Mit dem Fokus auf Business, Psychologie, Karriere und Management bieten wir unseren Lesern aktuelles Fachwissen für das individuelle und fachliche Vorankommen. Renommierte Autoren vermitteln in unseren Sach- und Fachbüchern aktuelle, fundierte und verständlich aufbereitete Informationen mit Nutzwert.

[fancy_link link=“http://www.businessvillage.de/Das-innere-Spiel/eb-923.html“ target=“blank“ variation=“black“]BusinessVillage: Das innere Spiel[/fancy_link]