Der Artikel stammt von Katharina Ohana und ist ein Auszug aus ihrem Buch „Mr. Right: Von der Kunst, den Richtigen zu finden. Und zu behalten“ erschienen im Gütersloher Verlagshaus/Random House. © Katharina Ohana

„Vor der Hochzeit hatte sie geglaubt, dass sie Liebe für ihn empfinde; aber da das Glück, das aus dieser Liebe hätte entspringen sollen, ausgeblieben war, musste sie denken, dass sie sich geirrt habe. Und Emma versuchte zu ergründen, was genau die Worte `Seligkeit´, `Leidenschaft´, `Trunkenheit´ bedeuteten, die ihr in den Büchern so schön erschienen waren.“ Flaubert, Madame Bovary

Der Traum von der großen, alles überwindenden, unsterblichen Liebe ist eine Säule unseres modernen Lebens, unserer Kultur. Wir haben genaue Vorstellungen von dem „idealen Partner“, mit dem wir diese Liebe teilen wollen: Von seinem Aussehen, seinem Status, unserer Seelenverwandtschaft und dem Vertrauen, dass dieser wahren Liebe zu Grunde liegen soll. Und so sind heute die zwei wichtigsten Fragen, gerade im Leben vieler moderner Frauen: Wo bitte, finde ich den Richtigen? Und wie kann ich ihn behalten?

Wir leben in einer Welt, in der die große Liebe im Zentrum eines Glücksversprechens steht, das die Konsumgesellschaft ihren Mitgliedern macht – und das sich so oft nicht erfüllt. Immer scheinen es nur die anderen, die hübscheren, schlankeren, jüngeren, besser gekleideten, sportlicheren, intelligenteren, erfolgreicheren, noch fleißigeren, noch disziplinierteren Menschen zu sein, denen dieses große Glück zu Teil wird. Doch wieso sollte es diesen Mr. RIGHT nicht geben, wenn wir in all den romantischen Liebeskomödien, den Bestsellern der Frauenliteratur und in jeder Jogurtwerbung sehen können, dass ihn andere Frauen auch gefunden haben?

Gerade moderne, selbständige Frauen sehen sich mit ihrer Selbstverwirklichung, genauso wie bei ihrer Suche nach Mr. RIGHT, einem ständig größer werdenden Druck ausgesetzt. Die Ansprüche, die man erfüllen muss, um ein erfülltes Leben zu haben und die große Liebe zu finden, werden immer umfassender: Sie werden uns sprichwörtlich überall vor die Nase gehängt, sind in den Medien, der Werbung, in Filmen omnipräsent. Karriere, Schönheit, das sexy Liebespaar, die hübsche Familie, die geschmackvolle Wohnung, das PS-starke Auto, stilsichere Kleidung: Unser gesamter Alltag wird detailliert erfasst. Die offiziellen Bilder eines perfekten Lebens, einer perfekten Liebe werden zum Maß unserer Wunsch- und Vorstellungswelt, bis in ihre letzten Winkel und intimsten Bereiche hinein.

Gleichzeitig wird die Konkurrenz in unserer modernen Welt ständig härter: Einen tollen Partner, ein gutes Leben scheint man immer schwerer zu bekommen – und immer leichter zu verlieren. Unsere Sicherheitsstrukturen zerfallen, Beziehungen lösen sich noch schneller auf, als sie entstehen. Wir werden durch die Jobsuche, die Karriereplanung unserem gewohnten Umfeld und unserem Freundeskreis entrissen. Und über all dem liegt die wachsende Angst vor dem Alter, die zunehmenden „Deadlines“ für die verschiedenen Punkte im großen Glücksplan. Das Ende dieses „Stress-Parcours“ ist nicht absehbar: Das Diktat der Jugendlichkeit weitet die geforderte Aktivität, Attraktivität und Selbstdisziplin ins Unendliche aus. Und das Glück scheint sich nur einzustellen, wenn man überall die volle Punktzahl erreicht.

Jeder Makel muss mit noch mehr Leistung behoben werden. Und wer kein Leistungsträger ist, scheint das Leben zu verpassen, bleibt sträflich hinter seinen Möglichkeiten zurück: Er holt nicht das Optimum aus seiner Zeit heraus und wird niemals das Paradies auf Erden (das letzte seiner Art) erreichen. Wer nicht glücklich ist, hat es selbst zu verantworten, seine Bereitschaft, sein Bestes zu geben, war bisher eben nicht ausreichend: Selbst schuld! Auf diese Art und Weise werden wir, in unserer Sehnsucht nach einem erfüllten Leben, einer perfekten Liebe, zu immer neuen Höchstleistungen getrieben.

Besonders bei der Partnerwahl gilt es, seinen eigenen Marktwert maximal und vielseitig zu perfektionieren, denn die große Liebe ist mehr denn je zum sinnstiftenden Lebenselixier geworden, zur neuen Religion in einer gefühlsarmen, vernunftregierten, diesseitigen Welt. Wenn man nur noch schöner wäre, so schön wie die Stars und die Models in den Magazinen (oder andersrum: so reich, so wichtig wie die Männer in den Wirtschaftszeitungen), dann bekäme man endlich seinen Traumpartner…

Und findet man dann widererwartend einen, der den offiziellen und eigenen Ansprüchen genügt, entzieht sich dieser fataler Weise einer festen Bindung, hat Angst vor Nähe, lässt sich nicht richtig auf die Liebe ein, schaut selber, ob er nicht noch „was Besseres“ finden kann. Oder die ganze Sache wird zum „Projekt“: Der Partner müsste sich nur in einigen Punkten ändern, sportlicher werden, schlanker werden, romantischer und einfühlsamer werden, seine psychischen und physischen Macken geregelt bekommen und – vor allem – mehr Nähe zulassen. Aber wenn man nur genug für die Beziehung kämpft, den anderen auf seine Fehler hinweist, selbst noch mehr den offiziellen Vorstellungen der Perfektion entspricht und beide auch in der Liebe wirklich leistungsbereit werden, dann erfüllt sich der Traum, dann wird man endlich die großen Gefühle leben können, dann wird am Ende alles gut!

Der wachsende, permanente Druck betrifft Frauen und Männer gleicher Maßen. Doch für Frauen ist die „sexy Supermutter- Karrierefrau“ erst seit den neunziger Jahren alleiniges Leitbild: Mauerblümchen und Heimchen am Herd werden heute weder von der Gesellschaft, noch vom Feminismus akzeptiert.

In diesen Kämpfen um ein erfülltes Leben und bei der anstrengenden Suche nach der großen Liebe, haben es Frauen durch ihre zeitlich begrenzte Zeugungsfähigkeit und die neue Doppelbelastung mit Karriere und Familie besonders schwer: Von der Emanzipation unverändert tickt die biologische Uhr. Und hat man widererwartend den Vater seiner Kinder gefunden, bedeutet auch das noch lange kein Happy End. Denn obwohl Frauen heute ohne und mit Familie ihr eigenes Geld verdienen können, haben sich die Anforderungen im Haushalt und bei der Kindererziehung nicht annähernd auf die Geschlechter verteilt. So scheint selbst das Leben erfolgreicher Karriere-Mütter nicht unbedingt erfüllt, sondern nur überfüllt.

Dazu haben sich die Ansprüche an ihre körperliche Attraktivität zunehmend erhöht. Denn Männer können mittlerweile, ohne jede Ächtung, Frau und Kinder verlassen (sofern sie sich überhaupt darauf eingelassen haben) und durch ihre weit weniger eingeschränkte Zeugungsfähigkeit und ein damit einhergehendes, nach hinten verschobenes Altersempfinden jederzeit einen jugendlichen Neustart hinlegen. Daher fühlen sich viele Frauen heute genauso ohnmächtig den harten Regeln der kapitalistischen Glitzerwelt ausgeliefert, wie die Figuren aus den Jane Austen Romanen einstmals ihren strengen Gesellschaftskonventionen. Doch machen sich moderne Frauen für ihr Scheitern auf dem Weg zu Liebe, Familie und Glück meist selbst verantwortlich – und nicht die subtilen Maßregelungen unserer angeblich so freiheitlichen, gleichberechtigten Werteordnung.

 


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Unsere große Sehn-Sucht nach Anerkennung und Liebe unterwirft uns mittlerweile von klein auf einem universalen Leistungsprinzip: Kaum ein Kind, weder Junge noch Mädchen, wird noch einfach so (so wie es ist) bestätigt und angenommen, als eigenständige, besondere Person geliebt. Schon früh sorgen sich die Eltern um seine Zukunft, seine Attraktivität, sein „Bestehenkönnen“ im globalen Diktat des Kapitalismus. Und der Wert der Eltern selbst wird von der Entwicklung und dem Erfolg des Kindes abhängig gemacht.

So trimmt man uns schon im Mutterbauch zur bestmöglichen Intelligenz- und Körperentwicklung. Das Wunschbild der Eltern von ihrem Nachwuchs ist von kommerziellen Werten durchsetzt. Lerndruck und Zusatzkurse gibt es ab dem Kindergarten, das Kind bekommt nur Lob und Aufmerksamkeit für seine Durchsetzungsfähigkeit, seine Siege. Es scheint nie zu reichen, gut genug zu sein. Statt mit Zuwendung und liebevollem Gefühl, wird es mit materiellen Geschenken belohnt und gelockt. Denn den Eltern fehlen zunehmend die Geduld und Zeit, die sie zum Geldverdienen und für die Karriereanforderungen verwenden. In den Familien ist kein Platz mehr für das liebevolle Gefühl des „einfachen Zusammenseins“. So wird Liebe in unserer Gesellschaft von Anfang an oft „falsch gelernt“.

Dazu kommen die Belastungen durch immer größere emotionale Enttäuschungen seit der frühsten Kindheit: Eltern trennen sich, Väter und Mütter haben durch ihren eigenen Leistungsdruck, ihren Kampf, um ein erfülltes Leben, immer weniger Ruhe für kindliche Ansprüche. Oft sollen sogar ihre Erwartungen an das Leben durch das Kind verwirklicht werden. Oder es wird dabei zu einem „Störfaktor“ im elterlichen Karriereplan.

Der kindlichen Ohnmacht und dem wachsenden Frust setzen Kinder dann das entgegen, von dem sie gelernt haben, dass dadurch alles besser würde: Leistung. Sie versuchen sich liebenswerter zu machen, damit sie die Angst verlassen und enttäuscht zu werden ertragen können. Sie lernen zu funktionieren, sich zu beherrschen, sie lernen zu kämpfen und zurück zu stecken, schöner, besser zu werden.

Nur zu lieben und geliebt zu werden – einfach so – das lernen sie nicht. Doch die Sehnsucht nach dieser Liebe, nach einer Bestätigung und Aufmerksamkeit für die eigene Person, bleibt in unserem Streben und Sehnen immer bestehen. Denn für unsere Psyche ist diese Hoffnung auf die große Liebe, die grundsätzliche Anerkennung, das „unvoreingenommene Angenommenwerden“ etwas Grundsätzliches.

Für Männer ist es in unserer bürgerlichen, kapitalistischen Tradition schon immer selbstverständlich gewesen, erfolgreich sein zu müssen. Sie versuchen sich über Leistung begehrenswert zu machen und so das „Feld der eigenen Wahlfreiheit“ bei der Partnersuche zu vergrößern. Es gab und gibt für sie keine „Hintertür“, den Traum von einer „reichen, starken Versorgerin“, die große Liebe einer leistungsstarken Partnerin, die sich um alles kümmert, den Mann beschützt und ihn mit ihrem Status erhebt.

Mag den Männern auch durch die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Frauen erst mal ein Stück Kontrolle genommen worden sein, so profitieren sie letztlich doch weit mehr von der gleichzeitigen Entbindung von ihrer Verantwortung: Wenn es um die Familiengründung geht, sind Frauen immer noch biologisch, finanziell und organisatorisch abhängig von den Männern (besonders bei mehreren Kindern und dem heutigen Anspruch an ihre Erziehung, dem steigenden Zusatzaufkommen für ihre Bildung und die eigene Rente).

Dagegen können sich moderne Männer Zeit lassen. Denn es muss ja schon die „perfekte Frau“ sein, wenn sie erwartet, dass er sich wirklich bindet und alle anderen Optionen und sexuellen Abenteuer und seine finanzielle Freiheit aufgibt, für sie und die gemeinsamen Kinder. Auch Männer suchen eine Mrs. RIGHT, die wunderschöne, sexuell befriedigende Ausnahmefrau, immer schlank und smart an seiner Seite, die ihn bewundert und seinen Erfolg in dieser Welt bestätigt. Sie soll alle Schwächen verzeihen, den Mann annehmen, wie er ist und ihn im größer werdenden Erfolgsdruck emotional auffangen.

Sie soll seine Kinder groß ziehen und den Müll ohne Murren selber raus tragen. Auch Mrs. RIGHT soll endlich das vollkommene Glück bringen. Doch warum sollte Mann bei dieser heiklen, lebensentscheidenden Suche nicht noch ein paar abwechslungsreiche Extrarunden drehen, nicht schauen, ob es doch noch „etwas Besseres“ gibt für ihn. Schließlich dringt kein Ticken einer biologischen Uhr an sein inneres Ohr und ein ungebundener Mann mit viel Erfahrung und Erfolg wird ja immer attraktiver…

Doch neben der Frage nach den Qualitäten von Mr. und Mrs. RIGHT stellt sich auch die Frage nach den inneren Widerständen: Warum klappt so oft nicht, was als große Liebe begann? Warum schaffen sie nicht, was doch beide so sehr wollen: Das tiefe, verbindende, dauerhafte Gefühl, das „Miteinander“ (statt Gegeneinander), das „Sicheinlassen“, ohne ständige Zweifel? Warum weicht die Realität so oft und immer weiter zurück von dem perfekten Liebes-Traum, obwohl sich beide Seiten doch so sehr anstrengen, dass er wahr wird?

So ist es das Anliegen dieses Buches zu erklären, welche persönlichen und gesellschaftlichen Widersprüche das ersehnte Glück verhindern – das sich am Ende immer in den Liebesgeschichten der Bestseller und Blockbuster, aber leider nicht in unseren Leben einstellt. Dazu wurden zahlreiche aktuelle Studien ausgewertet und viele potentielle Mr. und Mrs. RIGHTS befragt: Menschen, die mit ihrem Lebensstandard und ihrer Attraktivität in Städten wie New York (der Wiege unserer modernen Dating-Kultur), München, Zürich, Berlin, Boston, Frankfurt oder Monte Carlo in das gängige Bild gesuchter Traumpartner und Leistungsträger unserer westlichen Kultur passen.

Darüber hinaus enthält dieses Buch einige Überlegungen zu den aktuellen Bestsellern unserer modernen „Liebeskultur“. Sie haben seit der Serie `Sex and the City´ unsere globale Vorstellung von Mr. RIGHT und der großen Liebe nachhaltig geprägt und uniformiert und feiern im aktuellen Megaerfolg `Shades of Gray´ gerade einen weiteren Höhepunkt.

Um die Antwort vorweg zu nehmen: Die große Liebe ist ein Gefühl und keine „Leistungsentlohnung“ und auch kein „Wettbewerbspreis“. Sie ist das Gefühl, das sich zwischen zwei psychisch gereiften, selbst-bewussten Menschen dauerhaft einstellt, wenn sie „nichts dagegen tun“. Diese wahre, tiefe Liebe kann man nicht erkämpfen. Denn gerade das Leistungsprinzip und die ihm zugrundeliegenden Selbstzweifel, die Selbstverleugnung und die übergroße Sehnsucht nach der symbiotischen, „alles-endlich-gut-machenden Verschmelzung“, sind ihr größter Gegner. Den „perfekten Partner“ zu finden und mit eigener Perfektion zu binden, ist nicht möglich – und wird doch (heimlich) so ersehnt.

Sicher muss man eine Liebe auch pflegen (sofern man sie gefunden hat), doch das hat wenig mit Perfektion und Leistung zu tun, sondern mit den sogenannten „Soft-Skils“, die aus liebevollem Miteinander, Zuhören, Verständnis und Anerkennung bestehen. Deren Umsetzung gelingt im harten Leistungskampf der Wirtschaft und im überfrachteten eigenen Alltag immer seltener.

Es dient jedoch unserem Wirtschaftssystem, die Hoffnung auf diese „perfekte Liebe“ am Leben zu halten, sie ein ums andere Mal als großes Versprechen in traumhaften Bildern zu inszenieren, die Sehnsucht anzufeuern und somit den herrschenden Leistungsdruck immer weiter zu erhöhen: Der kapitale Mr. RIGHT ist eine Erfindung des Kapitalismus, um die Unzufriedenheit, die dieses System selbst geschaffen hat, noch besser vermarkten zu können. Die wachsende Sehnsucht nach dem perfekten, immerschönen, rundumversorgenden Partner, die ihren Ursprung in einer zunehmend stressigen, lieblosen Kindheit und in unserer auf Wachstum getrimmten, hektischen Konsumwelt hat, verhindert von vorneherein die Liebe als einfach gelebtes Gefühl zwischen zwei Menschen.

Wie können aber moderne Menschen und insbesondere selbständige, emanzipierte Frauen, trotzdem das Glück finden, nach dem sie sich millionenfach sehnen? Wie könnte der Traum von der wahren, tiefen, großen Liebe vielleicht doch noch Realität werden – nur eben durch etwas völlig anderes, als Leistung und Perfektion? Darauf versucht dieses Buch eine Antwort zu geben.

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Katharina Ohana hat in Frankfurt und Berlin Philosophie, Psychologie und Kunstgeschichte studiert. Sie arbeitet als psychologische Beraterin, Moderatorin für verschiedene Fernsehsendungen und hat mehrere Bücher zum Thema Selbstwertgefühl und Selbstentwicklung geschrieben. Zurzeit promoviert Katharina Ohana an der Sigmund Freud Universität in Wien über das Thema Willensfreiheit.

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